Nach Vergewaltigung von Camperin wird 31-jähriger angeklagt

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Ein Mann bedroht eine junges Paar beim Zelten in der Siegaue bei Bonn mit einer Astsäge und vergewaltigt anschließend vor dem Zelt die Frau. Er wurde mithilfe eines Phantombildes gefasst.

Das ging schnell: Keine sechs Wochen nach seiner Festnahme erhob die Staatsanwaltschaft jetzt Anklage gegen den Siegauen-Vergewaltiger! Dem 31-Jährigen werden Vergewaltigung in einem besonders schweren Fall sowie schwere räuberische Erpressung vorgeworfen, sagte ein Gerichtssprecher am Freitag. Der 31-Jährige soll das Zelt des Pärchen mit einer Astsäge aufgeschnitten und das Paar damit bedroht haben. Der Angeklagte, der im Februar illegal aus Italien eingereist war, sollte abgeschoben werden und war in der Zentralen Flüchtlingsunterkunft Sankt Augustin untergebracht gewesen.

Kurz nach Mitternacht, so die Anklage, zerstach er mit der Säge die Zeltplane, weckte das schlafende Paar und soll hochaggressiv Geld gefordert haben. Unbeobachtet jedoch blieb der Diebstahl eines Rucksacks, den der Angeklagte am Rande einer Grillparty von Jugendlichen unter der Nordbrücke gestohlen haben soll. Er soll den jungen Leuten sechs Euro und eine Lautsprecherbox abgenommen und dann die 23-Jährige nach draußen gezwungen haben. Nicht auszuschließen sei, so Sebastian Buß, der Sprecher Staatsanwaltschaft, dass der Flüchtling zunächst nur auf Raubzug war und spontan auf die Idee kam, die Studentin zu missbrauchen. Spaziergänger hatten ihn anhand eines Phantombildes erkannt und die Polizei alarmiert. Der 31-jährige bestreitet, in der Nacht am Tatort gewesen zu sein. Der Prozess findet frühestens im September statt.

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