Nordrhein-Westfalen: Sieben Sportplatz-Schläger zu Haftstrafen verurteilt

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Wie aus dem Nichts stürmt eine Horde Männer den Platz, bewaffnet mit Eisenstangen, Baseballschlägern, Schlagringen. Zehn Verletzte sind zu beklagen.

Ein halbes Jahr nach der unfassbaren Gewalt-Attacke auf das Skandal-Spiel sind jetzt die Urteile gegen sieben Schläger gefallen. Nun hat das Aachener Landgericht sieben Täter zu Haftstrafen verurteilt.

Drei Angeklagte müssen wegen gefährlicher Körperverletzung bis zu drei Jahre und drei Monate ins Gefängnis. Solche Auseinandersetzungen gebe es auch in deutschen Großfamilien.

Bei vier weiteren nicht vorbestraften Angeklagten wurden die Haftstrafen zur Bewährung ausgesetzt. Ein Angeklagter wurde freigesprochen. Die Verteidiger hatten im Prozess durchgängig Bewährungsstrafen gefordert.

Die Männer mit türkischen Wurzeln hatten laut Anklage die vermeintliche Ehrverletzung eines Freundes rächen wollen. Sie traten und schlugen aber auch andere Spieler und Zuschauer, selbst als diese schon am Boden lagen. Zehn Menschen wurden verletzt, sie erlitten Knochenbrüche, Prellungen und Platzwunden.

Der Bruder eines Angeklagten war laut Anklage zwei Tage vor dem Angriff mit einem Deutsch-Libanesen aneinandergeraten und hatte dabei den Kürzeren gezogen. Bei dem Platzsturm kurz vor dem Anpfiff des Bezirksliga-Spiels zwischen dem SV Grün-Weiß Welldorf-Güsten und den Sportfreunden Düren sollen insgesamt 20 Angreifer mitgemacht haben.

Die Männer hätten ihren Rachegelüsten freien Lauf gelassen, und das vor den Augen von Zuschauern, darunter auch Kinder, hatte die Staatsanwaltschaft in ihrem Plädoyer festgestellt.

Sie hätten sich aufrichtig entschuldigt und durch ihre Geständnisse zur Aufklärung beigetragen.

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