Trump: Sonderermittler schädlich für USA

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Trump weist alles entschieden von sich.

Regensburg (ots) - Der Rauswurf von FBI-Direktor James Comey kommt wie ein Bumerang zurück. "Doch ich glaube, dass es unserem Land furchtbar schadet", so Trump. Dabei gäbe es wichtige Dinge zu erledigen. Als Leiter der Untersuchungskommission werde der frühere FBI-Direktor Robert Mueller eingesetzt, teilte das Justizministerium am Mittwoch in Washington mit.

Trump sagte, eine gründliche Untersuchung werde das ergeben, was alle bereits wüssten: Dass es keine Verbindungen zwischen seinem Wahlkampfteam und einem ausländischen Staat gegeben habe. Vor vier Jahren gab er den Posten an James Comey ab, der in der vergangenen Woche von Präsident Trump gefeuert worden war. Für zusätzlichen Sprengstoff sorgte ein am Dienstag bekanntgewordenes Gesprächsprotokoll Comeys, wonach Trump ihn im Februar zur Einstellung der Flynn-Untersuchung aufgefordert haben soll.

Die Affäre um mutmaßliche Russland-Verbindungen der Trump-Regierung dauert nun schon Monate. Comey soll von dem Gespräch mit Trump ein Protokoll angefertigt haben - so wie er jeden Kontakt mit dem Präsidenten schriftlich dokumentiert habe, wie es aus seinem Umfeld heisst.

Der Inhalt eines dieser Protokolle landete nun bei der "New York Times". Der republikanische Vorsitzende des Ethikausschusses im Repräsentantenhaus, Jason Chaffetz, bezeichnete Mueller als "hervorragende Wahl". Es handele sich um keine akkurate Wiedergabe einer Unterredung Trumps mit Comey.

Schwere Zeiten für US-Präsident Trump: Die geplante Gesundheitsreform geriet zum Debakel und das verhängte Einreiseverbot wurde sofort wieder ausgesetzt. Auf die entsprechende Frage eines Journalisten antwortete er kurz angebunden: "Nein, nein, nächste Frage". Trump habe mehrfach versichert, Flynn sei ein "anständiger Kerl" und habe nichts Falsches getan. Er betonte abermals, Opfer einer "Hexenjagd" zu sein. Dieser gemeine Kommunikationskanal sollte an anderen Behörden vorbeigeleitet werden, da diese in den Augen der beiden Männer ein Hindernis bei der Verbesserung der russisch-amerikanischen Beziehungen darstellten. "Das ist eine Jagd nach der Wahrheit", sagte Senatorin Amy Klobuchar.

Das US-Justizministerium hat Mueller beauftragt, mögliche Absprachen zwischen dem Wahlkampfteam von US-Präsident Donald Trump und Russland zu untersuchen. "Ich habe beschlossen, dass ein Sonderberater notwendig ist, damit das amerikanische Volk volles Vertrauen in das Ergebnis hat", erklärte der stellvertretende Justizminister Rod Rosenstein. Trump hingegen reagierte auf die Einsetzung wütend.

Die neue digitale Zeitung F.A.Z. Deshalb wurden Rufe nach einem unabhängigen Sonderermittler immer lauter. Das Wort "impeachment" (Amtsenthebung) nahm inzwischen nicht nur Angus King, unabhängiger Senator aus dem Bundesstaat Maine, in den Mund, sondern auch Trumps Parteifreund, der republikanische Abgeordnete Justin Amash aus Michigan. "Ich bin überzeugt, er wird den Dingen auf den Grund gehen", sagte Rubio. Trump selbst wittert dahinter eine Kampagne politischer Gegner und äußert sich erneut auf Twitter. "Aber wir leben in einem Rechtsstaat", fügte Rubio hinzu. Später räumte es vier Treffen zwischen Botschafter Kisljak und Trump-Beratern ein.

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