Umfrage unter Jugendlichen: Komasaufen wird uncool

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Berlin. Jugendliche trinken heute weniger Bier, Wein oder Schnaps als früher.

"In Deutschland trinken immer weniger Jugendliche regelmäßig Alkohol, das ist eine gute Nachricht", sagt Marlene Mortler (CSU), die Drogenbeauftragte der Bundesregierung.

Hilfe: Die Kampagne "Alkohol?" Für die Studie wurden von März bis Juni 2016 bundesweit 7000 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen zwölf und 25 Jahren befragt.

Mehr als jeder dritte der Zwölf- bis 17-Jährigen (36,5 Prozent) haben nach eigenen Angaben hingegen noch nie Alkohol getrunken. Im Jahr 2004 waren es 21,2 Prozent. Aktuell greift jeder zehnte Teenager einmal pro Woche zu alkoholischen Getränken.

Die Drogenbeauftragte Mortler freut sich über den Trend und führt ihn auch auf die Aufklärung zurück. "Keiner zeigt einem, wie man vernünftig mit Alkohol umgeht", sagt Lindenmeyer. Sinnvoll sei es, in einem ruhigen Moment mit dem Jugendlichen zu sprechen.

Diesen Trend sehen auch Wissenschaftler.

Karl ist 16 Jahre alt, wohnt in einer ostdeutschen Großstadt, hat eine Freundin, spielt Fußball - und er trinkt kaum Alkohol. Auch beim sogenannten Komasaufen gibt es eine rückläufige Entwicklung: Etwa jeder siebte Teenager gab in der aktuellen Umfrage an, sich im vorherigen Monat einmal in einen Rausch getrunken zu haben. Dennoch liegt der Konsum weiterhin auf relativ hohem Niveau. Nach einer neuen Umfrage sinkt auch der Reiz des Rauschtrinkens. Fast 80 Millionen Euro hat der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) bereits in die Aufklärungsarbeit zur Alkohlprävention investiert.

Das erklärt auch, weshalb die Zahl der Jugendlichen steigt, die noch nie Alkohol getrunken haben. Deshalb hat die BZgA die Kampagne vollständig überarbeitet: Neue Plakatmotive im Comicstil sensibilisieren Jugendliche mit einem Augenzwinkern für die Risiken eines riskanten Alkoholkonsums. "Kenn dein Limit." Dr. "Die aktuellen Studienergebnisse der BZgA bestätigen die Nachhaltigkeit unseres gemeinsamen Präventionsengagements".

Da freuen sich die Erwachsenen von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

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