Wall Street: US-Börsen eröffnen schwächer - Trump belastet erneut

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Das verwirrende Verhalten von Amerikas Präsidenten bleibt auch an der Börse nicht ohne Folgen: Die Wall Street erlebt am Mittwoch ihren schlechtesten Tag seit Trumps Amtsantritt.

Die zahlreichen Polit-Affären des US-Präsidenten Donald Trump, etwa um den entlassenen FBI-Chef James Comey, setzen die Börsen weltweit unter Druck. Der marktbreite S&P-500-Index büßte 1,82 Prozent auf 2357,03 Punkte ein, nachdem er am Dienstag noch eine Bestmarke erreicht hatte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 2,6 Prozent auf 6011 Punkte.

Damit könnte der Reflations-Trade an der Wall Street seinen größten Verbündeten verlieren, ausgerechnet in einer Zeit, in der die Notenbank verspricht, die Zinszügel anzuziehen und die Bilanzen verkleinern zu wollen und die Wachstumsdaten nicht mehr eindeutig positiv sind.

Der Dow weitete im Handelsverlauf seine Verluste peu a peu aus und fiel am Ende um 1,78 Prozent auf 20 606,93 Punkte.

Zuvor hatte bereits der Dax unter der politisch angespannten Lage gelitten. Im laufenden Jahr ist dies sein bislang größter Tagesverlust. Mit einem Minus von 1,35 Prozent auf 12 631,61 Punkte beendete der deutsche Leitindex den Handel. Der MDax der mittelgroßen Werte rutschte zur Wochenmitte um 1,66 Prozent auf 24 685,71 Zähler ab. Das dominierende Angst-Thema nicht nur am deutschen Aktienmarkt sei derzeit eine mögliche starke Korrektur an der Wall Street, erklärte Stanzl.

Wachsende Zweifel an einer baldigen Umsetzung der Trump'schen Steuersenkungs- und Investitionspläne drückten den Dollar auf ein Sechs-Monats-Tief.

Aktien von Banken reagierten am Nachmittag mit deutlichen Kursabschlägen auf die Verhältnisse in Washington. Der Dollar kostete damit 0,8995 (0,9042) Euro.

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