Wie in einer Serie: Schülerinnen wollten sich das Leben nehmen

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Ihre Schulkollegin blutete stark an aufgeschnittenen Armen.

Drama um zwei Schülerinnen im Gymnasium Bad Ischl. Netflix warnt vor einigen Episoden der Serie vor drastischen Bildern und Inhalten, jüngere Zuschauer könnten überfordert werden.

Nachdem sich die Mädchen verabschiedet hatten, überkam dem Pädagogen eine Vorahnung und er öffnete den Brief - und tatsächlich: Es war ein Abschiedsbrief der beiden, die ankündigten, noch in der Schule eine gemeinschaftliche Verzweiflungstat zu begehen. Die Logik von Steinparz scheint in diesem Fall aber etwas simpel: Die Mädchen wurden laut ihm nicht gemobbt und hatten keine besonders schlechte Noten.

Sofort wurde das gesamte Schulhaus gründlich durchsucht.

Eine der beiden 13-Jährigen lag bereits bewusstlos auf dem Boden, drohte zu ersticken. Eine zufällig anwesende Mutter einer anderen Schülerin, die Ärztin ist, leistete sofort Erste Hilfe. Die beiden Mädchen wurden ins Spital gebracht. Beide sind mittlerweile ausser Lebensgefahr.

An der Schule herrscht tiefe Betroffenheit.

Bad Ischl - Die umstrittene Netflix-Serie "Tote Mädchen lügen nicht" ("13 Reasons Why") ist seit Wochen in aller Munde. "13 Reasons Why" kommt zwar in der Aufmachung einer Teenie-Serie daher, ist aber deutlich ambivalenter als Genre-üblich.

Auch das Thema Medienerziehung dürfte künftig nun noch verstärkt unterrichtet werden. In den 13 Folgen geht es um den Suizid der Schülerin Hannah Baker an einer amerikanischen High School. Nachdem sie sich das Leben genommen hat, werden Kassetten gefunden, in denen sie Vorwürfe gegen Familie, Freunde und Mitschüler erhebt. Als Vorlage für die Tat galt, wie in einem Entschuldigungsbrief angekündigt, "Tote Mädchen lügen nicht". Gerade ist die zweite Staffel gestartet und wurde auf Facebook (auch in OÖ) heftig diskutiert. "Hannahs Geschichte ist noch nicht zu Ende", schrieb Popstar Selena Gomez (24), die die Serie mitproduziert, auf Instagram.

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