Merk und Heynemann kritisieren Ansetzung von Gräfe scharf

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Heynemann hingegen findet die Ansetzung "unglücklich", da Gräfe enorm unter Druck geraten könne: "Man kann nur hoffen, dass nichts passiert".

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) setzt "seine besten Leute da ein, wo es brenzlig werden kann", sagte Rebbe am Donnerstag: "Wir haben dagegen nichts einzuwenden".

Gräfe hatte im Relegations-Rückspiel vor zwei Jahren beim Stand von 0:1 aus Hamburger Sicht nach einem zweifelhaften Handspiel auf Freistoß gegen den KSC, der kurz vor dem Aufstieg stand, entschieden.

Schließlich erinnert der 63-Jährige an die Meisterschafts-Entscheidung von 2001: "Was das für Nachwirkungen haben kann - auch noch Jahre danach -, haben wir ja bei Markus Merk 2001 gesehen, als er den Freistoß für Bayern gegeben hat".

Unterstützung erhielt Heynemann von Merk persönlich: "Hätte man mich gefragt, welcher Schiedsrichter für dieses Spiel nicht in Frage kommt, wäre ich auf genau einen Namen gekommen", sagte Merk der Hamburger Morgenpost. Bei jeder Gräfe-Ansetzung für ein HSV-Spiel kocht dieses Thema wieder hoch. Eine mögliche Auswechslung des Schiedsrichtergespanns stehe "in keiner Weise zur Debatte", sagte ein DFB-Sprecher am Freitag der "Süddeutschen Zeitung". Nun muss Gräfe das Bundesliga-Relegationsendspiel zwischen dem HSV und Wolfsburg leiten. "Wenn in einer entscheidenden Szene etwas passieren sollte, hat der DFB ein Problem", sagte Heynemann "Sport1". "Das ist hier, bei aller unbestrittenen Kompetenz von Manuel Gräfe, nicht möglich", monierte Merk. "Es gibt in der Liga 20 Schiedsrichter. Man hätte auf einen anderen zurückgreifen müssen". Er ist nun bei Mönchengladbach gegen Darmstadt. Und Deniz Aytekin (DFB-Pokal-Finale am 27. Mai) und Felix Brych (Champions-League-Endspiel am 3. Juni) sollen vor ihren Höhepunkte nicht bei der brisanten Partie in Hamburg pfeifen.

Der frühere Bundesliga-Schiedsrichter Peter Gagelmann sprach sich bei Sky indes für Gräfe aus: "In wichtigen Spielen kommt es immer auf die Qualität des Schiedsrichters an".

Ex-Schiedsrichter und TV-Experte Markus Merk reagierte auf die Ansetzung mit völligem Unverständnis!

"Das sind die Tage im Leben, die man nicht vergisst - besonders, wenn man erfolgreich ist", sagte VfL-Trainer Andries Jonker.

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