Göppingen gewinnt erneut den EHF-Pokal

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Als die Profis von Frisch Auf Göppingen den riesigen EHF-Pokal endlich in Empfang nehmen durften, applaudierte im goldenen Konfetti-Regen auch Handball-Bundestrainer Christian Prokop. Die Berliner verpassten nach dem Sieg 2015 somit ihren zweiten Triumph im EHF-Cup. "Das tut schon sehr weh", sagte Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning: "Wir haben kein Mittel gefunden und hatten der Göppinger Leidenschaft nichts entgegenzusetzen".

Göppingen, das sich im Halbfinale gegen Magdeburg durchgesetzt hatte, profitierte im Endspiel von den vielen technischen Fehlern der Füchse.

Das Team von Trainer Velimir Petkovic leistete sich im Spielaufbau unnötige Fehler und wirkte angesichts der hitzigen Atmosphäre phasenweise irritiert.

Göppingens bester Werfer war Zarko Sesum mit neun Toren, Marcel Schiller traf achtmal.

Frisch Auf Göppingen hat es geschafft: Die Schwaben besiegten im EHF-Cup-Finale die Füchse Berlin mit 30:22 (15:13) und sind somit erneut Europapokalsieger. Nur einmal hatte mit Pick Szeged 2014 ein ungarisches Team den Pokal geholt.

Auch den dritten Platz bei dem Finalturnier holte sich mit dem SC Magdeburg ein deutsches Team. Neben dem rund einen Meter hohen Pokal dürfen sich die Göppinger über ein Preisgeld in Höhe von 100 000 Euro freuen.

Berlin, das im Halbfinale noch 35:24 gegen den französischen Vizemeister St. Raphael gewonnen hatte, erwischte zwar den besseren Start in die Partie und führte schnell 5:2. In den Anfangsminuten schien die Göppinger Mannschaft von Trainer Magnus Andersson etwas verunsichert, von der 21. Minute an lagen die Gäste dann aber permanent zurück.

Deutsche Teams dominieren den Wettbewerb insgesamt bereits noch länger: In den vergangenen 14 Jahren stammte der Sieger nun 13-mal aus der Bundesliga.

Das 29:33 am Samstag war wettbewerbsübergreifend die erste Niederlage für den SCM nach zuvor 22 Spielen ohne Pleite.

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