Nordkorea vermeldet weiteren Fortschritt bei Raketenentwicklung

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Machthaber Kim Jong Un hatte vor zwei Wochen neue Raketen- und Atomtests angekündigt. "Der Präsident wurde informiert", hieß es weiter.

Ein Flugabwehrraketen-System vom Typ Patriot auf dem Gelände des Verteidigungsministeriums in Tokio. "In Zusammenarbeit mit den USA werden wir gezielte Maßnahmen ergreifen, um Nordkorea abzuschrecken", sagte Ministerpräsident Abe.

Nach Berichten nordkoreanischer Medien hat der Raketentest am Montag der Verbesserung des Lenksystems gedient.

Ungeachtet mehrerer UN-Resolutionen hat Nordkorea offenbar erneut einen Raktetentest unternommen. Pjöngjang sei eine Gefahr für Südkorea sowie Japan und im Fall eines militärischen Konflikts auch für China und Russland. Sie habe eine Reichweite von rund 450 Kilometern gehabt.

Seoul. Nordkorea hat am Montag (Ortszeit) nach Berichten des südkoreanischen Militärs erneut eine ballistische Rakete abgefeuert.

Nordkorea treibt die Entwicklung von Raketen voran, die nicht nur Südkorea und Japan treffen, sondern auch einen Atomsprengkopf bis in die Vereinigten Staaten tragen können.

Nach dem Test zweier Mittelstreckenraketen war es bereits der dritte Versuchstart einer ballistischen Rakete Nordkoreas allein in diesem Monat und der neunte in diesem Jahr. Beim Gipfel der sieben führenden Industrienationen am Wochenende sei vereinbart worden, Nordkorea als eine Top-Priorität für die internationale Gemeinschaft zu behandeln, sagte Japans Regierungschef Shinzo Abe wenige Stunden nach dem Raketentest in Tokio. "Wir können wiederholte Provokationen nicht tolerieren", sagte Chefkabinettssekretär Yoshihide Suga.

In Washington erklärte das Präsidialamt, Präsident Donald Trump sei über den jüngsten Test unterrichtet worden.

Nordkorea hat bei seiner Raketenentwicklung nach eigenen Angaben weitere Fortschritte erzielt. In der Abschlusserklärung ihres Gipfeltreffens auf Sizilien ruft die G7 die Weltgemeinschaft auf, ihre Anstrengungen zur Umsetzung entsprechender UN-Resolutionen zu "verdoppeln". Davon fühlt sich neben Südkorea vor allem das G7-Mitglied Japan bedroht. Amerikas Präsident Donald Trump schloss im Gegenzug einen Militärschlag gegen das ostasiatische Land nicht aus. Der genaue Typ der abgefeuerten Rakete sei noch unklar, möglicherweise habe es sich um eine Scud-Rakete gehandelt.

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