Berlin: Bundestag stimmt mit klarer Mehrheit für Einheitsdenkmal

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Das geplante Einheitsdenkmal in Berlin soll bis zum 30. Jahrestag des Mauerfalls im Jahr 2019 fertiggestellt sein. Der Bundestag beschloss in der Nacht zum Freitag die Umsetzung des Projektes "Bürger in Bewegung" - der so genannten Einheitswippe. Das Freiheits- und Einheitsdenkmal steht gerade für die glücklichen und positiven Momente in unserer Geschichte, für die friedliche Revolution 1989 und die darauf folgende Deutsche Einheit.

Geplant ist eine große begehbare Waage vor dem Berliner Schloss.

Die Entscheidung damals sei "richtig und wichtig" gewesen, sagte die SPD-Abgeordnete Hiltrud Lotze. Auch dort, in der Stadt der Montagsdemonstrationen, war der Anlauf zu einem Einheitsdenkmal zunächst missglückt, seit 2014 liegt das Projekt auf Eis. Wir wollen, dass sich auch die uns nachfolgenden Generationen der historischen Stunde der friedlichen Revolution bewusst sind. Schon 2007, vor zehn Jahren, hatte der Bundestag den Bau mit ähnlich großen Worten beschlossen. "Wir wollen bauen", versicherte der Chemnitzer CDU-Abgeordnete Marco Wanderwitz in der nächtlichen Debatte. Das Plenum hob damit einen Beschluss des Haushaltsausschusses vom vergangenen April auf, der das Projekt wegen einer Kostensteigerung von 10 auf 15 Millionen Euro gestoppt hatte.

"Das Freiheits- und Einheitsdenkmal darf und wird nicht an der Finanzierung scheitern". Zum 30. Jahrestag des Mauerfalls soll das Denkmal feierlich eingeweiht werden.

Die Grünen im Bundestag unterstützten den Antrag von Union und SPD. Nur die Linken stimmten wegen des Standortes am früheren deutschen Nationaldenkmal mit Nein. "Nach einem Jahr der Ungewissheit sind wir froh, das vor sieben Jahren begonnene und seit bald zwei Jahren baureife Werk nun umsetzen zu können", erklärten Geschäftsführer Johannes Milla und Architekt Sebastian Letz. An dem Gestaltungskonzept des Stuttgarter Büros Milla & Partner war ursprünglich auch die Choreografin Sasha Waltz beteiligt, die aber nach anfänglichen Meinungsunterschieden aus dem Projekt ausgestiegen ist.

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