Dax kommt dank US-Markt in Fahrt

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Der deutsche Aktienmarkt ist freundlich in den neuen Börsenmonat Juni gestartet. Der Dax schwankte im frühen Handel um seinen Schlusskurs vom Vortag: Zuletzt stand er wieder knapp mit 0,10 Prozent im Minus bei 12 585,70 Punkten. Im MDax gewannen Aktien des Flughafenbetreibers Fraport nach einem Rekordhoch bei 75,57 Euro letztlich 2,52 Prozent auf 75,28 Euro - dank einer optimistischen Einschätzung der spanischen Großbank Santander.

Aus technischer Sicht befinde sich der Dax noch weitehin in einem "neutralen Bereich", schrieb Marktbeobachter Milan Cutkovic von Axitrader. Auch an diesem Donnerstag bleibt daher abzuwarten, ob es der Dax über die psychologisch wichtige Marke schafft.

Die Börse in Frankfurt hat am Dienstagmittag leichte Kursverluste verzeichnet: Gegen 12:30 Uhr wurde der DAX mit rund 12.615 Punkten berechnet.

Drei Wochen nach dem Insolvenzantrag gab es am Donnerstag neue Hoffnung: Das Unternehmen hatte über das Interesse der indischen Delegation bei einem Regierungstreffen mit Deutschland berichtet. "Bis entweder der Widerstand bei 12 700 oder die Unterstützung bei 12 500 Punkten klar durchbrochen werden, bleibt Konsolidierung angesagt".

Uneinheitlich entwickelten sich die anderen deutschen Indizes: Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verlor 0,40 Prozent auf 25 128,46 Punkte, wogegen der Technologiewerte-Index TecDax um 0,21 Prozent auf 2289,26 Zähler zulegte. Die Aktien der Deutschen Bank, von Beiersdorf und der Deutschen Telekom rangieren gegenwärtig am Ende der Liste. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 eroberte sich mit plus 1,00 Prozent auf 3602,64 Punkte ebenfalls eine runde Marke zurück.

Der Start einer wichtigen Medikamentenstudie für einen Hoffnungsträger aus der eigenen Entwicklungspipeline schob die Papiere des Biotechunternehmens Morphosys DE0006632003 um mehr als 1 Prozent an - bei 67,75 Euro erreichten sie zwischenzeitlich den höchsten Stand seit August 2015.

An der Spitze der Kursliste stehen die Papiere von HeidelbergCement, der Deutschen Börse und von Adidas. Der anhaltende Aufwärtstrend der Aktien hat sie mittlerweile auf das höchste Kursniveau seit Mitte 2014 zurückgeführt.

Die Titel der Konkurrenten BMW und Daimler legten um 1,40 beziehungsweise 1,51 Prozent zu. Der Aufsichtsrat des deutschen Dax-Konzerns hatte am Vorabend dem Zusammenschluss zugestimmt. Hier hoffen die Aktionäre auf Neuigkeiten zur umstrittenen Fusion mit Praxair.

Im Kleinwerte-Index SDax stachen die Aktien des Hamburger Hafenbetreibers HHLA mit plus 4,44 Prozent heraus. Die Aktien des Ingenieur-Dienstleisters Bertrandt sanken nach unspektakulären Zahlen zum ersten Geschäftshalbjahr um 0,30 Prozent.

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