Neue Sanktionen gegen Nordkorea — UN-Sicherheitsrat

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Der UN-Sicherheitsrat weitet seine Sanktionen gegen Nordkorea aus. Dies gilt auch für 14 Einzelpersonen, die zudem mit Reiseverboten belegt wurden.

Deren Vermögen in den USA muss eingefroren werden, wirtschaftliche Transaktionen mit ihnen sind Amerikanern fortan verboten.

Zuletzt hatten die Spannungen nicht nur zwischen den beiden koreanischen Staaten sondern auch zwischen Nordkorea und mehreren Pazifkanrainern, darunter auch die USA auf der anderen Seite des Ozeans, deutlich zugenommen. China hat diesen aber nicht zugestimmt.

Mitte Mai hatte die nordkoreanische Armee nach offiziellen Angaben eine neu entwickelte Mittel-/Langstrecken-Rakete getestet, die nach 787 Kilometern planmäßig im Meer landete. Der internationale Druck werde nicht nachlassen, ehe Nordkorea sich nicht an bisherige UNO-Resolutionen halte, die dem kommunistisch regierten Land den Test ballistischer Raketen verbieten.

"Die anhaltenden Provokationen zertrampeln internationale Bemühungen um eine friedliche Lösung", sagte Japans UN-Botschafter Koro Bessho.

" Hören Sie auf, ballistische Raketen abzufeuern oder tragen Sie die Konsequenzen".

Allein seit Anfang 2016 hat die Führung in Pjöngjang zwei Atomwaffentests sowie Dutzende Raketentests vorgenommen.

US-Verteidigungsminister James Mattis bezeichnete Nordkorea angesichts seiner nuklearen Ambitionen und wiederholten Raketentests als "eindeutige und aktuelle Gefahr". Selbst China müsse seinen Schützling Pjöngjang eher als Belastung denn als Aktivposten sehen, sagte Mattis am Samstag bei einer regionalen Sicherheitskonferenz in Singapur. Daher setzte er auf Unterstützung Chinas, das Nordkorea schon mehrfach zur Kooperation aufgerufen hatte. "Letzten Endes glauben wir, dass China Nordkorea als eine strategische Belastung erkennt". Der Minister erinnerte daran, dass US-Präsident Trump erklärt hatte, dass die "Ära der strategischen Geduld" beendet sei.

"Die USA werden auch in Zukunft gegen Personen und Körperschaften vorgehen, die für die Programme von Raketen und Nuklearwaffen verantwortlich sind oder diese unterstützen", heißt es in einer Mitteilung des US-Finanzministeriums. Die Ministerin betonte zudem, die Tokioter Regierung wolle ihre langjährige Allianz mit den USA vertiefen, die in Asien zu Frieden und Stabilität beitrage.

In dieser Region schwelt seit Jahren ein Streit um Hoheitsrechte.

Die USA würden ab sofort die nicht bindenden Teile des Abkommens nicht mehr befolgen.

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