"Rock am Ring" wegen Terrorgefahr unterbrochen

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Nürburgring. Aufgrund einer Terrorwarnung ist Rock am Ring unterbrochen worden.

Die Polizei habe aufgrund einer "terroristischen Gefährdungslage" die Veranstalter vorsorglich angewiesen, das Festival vorläufig zu unterbrechen, schreibt das Musikfestival auf Facebook. Zwei Polizeibeamte, die als Vertreter der Behörden auf der Pressekonferenz auftauchten, wollten keine Aussage treffen und ignorierten sämtliche Fragen der anwesenden Journalisten mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen.

Uhr: In einer ersten Pressemitteilungen der Polizei heißt es, es gebe konkrete Hinweise, aufgrund derer eine mögliche terroristische Gefährdung nicht auszuschließen ist.

"Aufgrund einer akuten terroristischen Gefährdung wird das Festival für heute abgebrochen". Wir hoffen, dass es morgen weitergeht. Die Gäste sollten sich "ruhig und kontrolliert" zum Ausgang begeben.

Der Veranstalter kam der Aufforderung der Polizei zur Unterbrechung der Großveranstaltung nach und bat die zehntausenden Besucher, das Festivalgelände zu verlassen. Knapp 90.000 zumeist junge Menschen wurden erwartet, das dreitägige Festival war ausverkauft.

Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat eine Terrorwarnung für "Rock am Ring" am Nürburgring bestätigt. Der Veranstalter äusserte die Hoffnung, "Rock am Ring" am Samstag fortsetzen zu können. Als Höhepunkt am Freitag hatte der Auftritt der Rockband Rammstein gegolten, der am späten Abend (22.30 Uhr) beginnen sollte. Es gebe Hinweise auf eine mögliche terroristische Bedrohungslage, sagte Ministeriumssprecherin Joachim Winkler am Freitagabend der Deutschen Presse-Agentur.

Beim parallel in Nürnberg stattfindenden Zwillingsfestival "Rock im Park" waren die Konzerte am Freitagabend weitergegangen.

Die Zwillingsfestivals gehen mit denselben Bands, aber in anderer Reihenfolge über die Bühne.

Mit Blick auf den Selbstmordanschlag nach einem Popkonzert in Manchester sei bereits im Vorfeld das Sicherheitskonzept für "Rock am Ring" aktualisiert worden, teilte die Polizei weiter mit.

Veranstalter Mark Lieberberg kommentierte nach dem wiederholten Unterbruch dieses Jahres vor den Medien, sichtlich konsterniert: "Wir sind der Arsch der Nation". Die Zahl der Sicherheitskräfte war von rund 1000 auf etwa 1300 Mitarbeiter erhöht worden. An den drei Tagen sollten mehr als 1200 Polizeibeamte am Nürburgring präsent sein - auch in Zivil.

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