Wegen Terrorgefahr: Festival "Rock am Ring" unterbrochen

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Zudem sollen mehr als 1200 Polizeibeamte am Nürburgring präsent sein - auch in zivil.

Dort kursieren Fotos und Videos, die zeigen, wie entspannt, selbstbewusst, vernünftig - und humorvoll die Rock-Fans auf den Abbruch ihres Lieblingsfestivals reagieren. Die Polizei in Koblenz begründete die Unterbrechung mit "konkreten Hinweisen, aufgrund derer eine mögliche terroristische Gefährdung nicht auszuschliessen" sei. In einem Statement der Veranstalter des wohl bekanntesten Rockfestivals Deutschlands hieß es, sie seien wegen einer "terroristischen Gefährdungslage" angewiesen worden, die Besucher zum Verlassen des Geländes aufzufordern. "Derzeit laufen Ermittlungen mit Hochdruck".

Der genaue Hintergrund für den Terroralarm war zunächst unklar. "Da die Sicherheit an erster Stelle steht und eine Gefährdung von Festivalbesuchern in jedem Fall so weit wie möglich ausgeschlossen werden muss, wurde entschieden, das Festival für diesen Tag auszusetzen", hiess es in einer Erklärung.

Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat derweil die Terrorwarnung für das Festival bestätigt. Es gebe Hinweise auf eine mögliche terroristische Bedrohungslage, sagte ein Ministeriumssprecher. Nun musste das Festival wegen Terror-Alarm abgebrochen werden! Zehntausende Besucher verliessen daraufhin innerhalb kurzer Zeit geordnet und ruhig das Festivalgelände, wie Veranstalter Marek Lieberberg berichtete. Wir hoffen, dass es morgen weitergeht.

Schon vor der Unterbrechung hatten Sicherheitsbedenken das Festival begleitet. Organisator Lieberberg hatte zu Beginn des Festivals auf der Hauptbühne an die Opfer von Manchester erinnert.

Bis zu 90'000 Musikfans wurden zum diesjährigen Rock am Ring in der Eifel erwartet. Als Höhepunkt am Freitag hatte der Auftritt der Rockband Rammstein gegolten, der am späten Abend (22.30 Uhr) beginnen sollte. "Rock am Ring" wie auch das Zwillingsfestival "Rock im Park" in Nürnberg sind ausverkauft, alle 175 000 Tickets sind nach Angaben der Veranstalter weg.

Im Jahr 2015 war "Rock am Ring" nach einem Kostenstreit mit den damaligen Eigentümern der Rennstrecke auf den rund 30 Kilometer entfernten Flugplatz Mendig ausgewichen.

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