Großbritannien: Jubel und Betroffenheit beim Benefizkonzert in Manchester

Einstellen Kommentar Drucken

Das Benefizkonzert unter dem Motto "One Love Manchester" begann mit einer Schweigeminute für die Anschlagsopfer. "Für unsere Engel" und "Wir stehen gemeinsam" - das steht auch auf den vielen Plakaten, die Fans während der Show in die Luft halten. So mischte sich unter die Begeisterung über das Pop-Event auch immer wieder Betroffenheit. Bei einem Benefiz-Konzert am Sonntag werden auch Take That, Katy Perry, Justin Bieber und andere Musiker zu Ehren der Opfer singen, wie die Organisatoren am Dienstag ankündigten.

Das Konzert wird jedoch nicht im betroffenen Stadion, sondern auf dem Kricket-Gelände von Old Traffort stattfinden. Millionen Zuschauer verfolgten parallel über Livestreams in zahlreichen sozialen Netzwerken das Konzert.

Die Sängerin kehrt am Sonntag mit prominenten Gästen nach Manchester zurück. Auf BBC TV, BBC Radio und Capital Radio Networks soll das große Konzert am 5. Juni live übertragen werden. Die junge Welle des WDR steigt um 20 Uhr in die Live-Übertragung ein und bietet davor eine zweistündige Preshow, in der es aktuelle Infos zum Line-Up geben soll. Bei einem Konzert Grandes am 22. Mai hatte ein Attentäter mit einer Bombe 22 Menschen mit in den Tod gerissen. Das riesige Staraufgebot lässt den Anlass für das Benefizkonzert "One Love Manchester" bisweilen fast in den Hintergrund treten. Vor ihrem Auftritt besuchte die Sängerin am Samstag einige ihrer Fans im Krankenhaus, die bei dem Anschlag zum Teil schwer verletzt wurden.

Nach dem Anschlag in London schrieb Grande im Kurzmitteilungsdienst Twitter "Bete für London". Ihr Manager Scooter Braun stellte klar, dass das Benefizkonzert trotz der erneuten Gewalttat stattfinde, nun mit einem noch "grösseren Anliegen".

Die Besucher des Benefizkonzerts demonstrierten ihre Solidarität auf verschiedene Weise. Neben dem Täter selbst starben bei dem Anschlag 22 Menschen. Der Koffer wurde nicht beim Attentat verwendet, aber die Polizei erhofft sich von dem Foto Hinweise möglicher Zeugen, die Aufschluss über die Vorbereitungen des Attentats geben könnten. Die Mitarbeiter eines Supermarktes verteilten Gratis-Snacks.

Das Konzert wurde von strikten Sicherheitsvorkehrungen begleitet.

Besucher werden zudem gebeten, wenn möglich auf Taschen zu verzichten, um die Eingangskontrollen zu beschleunigen. Die Behörden rechneten mit insgesamt etwa 130'000 Menschen rund um das Konzertgelände.

Comments