"Aushilfen" waren wohl Grund für Terroralarm bei "Rock am Ring"

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Der Hintergrund: Am Freitagabend war Rock am Ring unterbrochen worden, weil Festival-Mitarbeiter unter Terrorverdacht standen. Daher habe eine Terrorgefahr mit Sprengstoff nicht ausgeschlossen werden können. Die Männer seien von einem kurzfristig eingesetzten Frankfurter Subunternehmer zu dem Musikspektakel am Nürburgring geschickt worden.

Nach WELT-Informationen handelte es sich bei den bei der Verkehrskontrolle überprüften Personen um drei Männer - einen Deutschen und zwei Syrer. Die beiden Helfer und ein dritter Mann aus Hessen wurden vorübergehend festgenommen. Bei Wohnungsdurchsuchungen wurden laut Staatsanwaltschaft aber "einige Beweismittel" sichergestellt. Einen konkreten Tatverdacht gibt es laut Polizei zunächst aber nicht.

Das berichtet die "Rhein-Zeitung" unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Auch nachdem das Konzert am Samstag und Sonntag - ohne den Rammstein-Auftritt - fortgesetzt wurde, bleiben viele Fragen offen: Gegen drei mutmaßliche Islamisten, Männer aus Hessen, wurde ein Ermittlungsverfahren wegen der Vorbereitung eines "Explosionsverbrechens" eingeleitet. Dort habe er sich wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung befunden, der sich dann aber nicht erhärtete.

UPDATE (16:00 Uhr): Am Vorgehen der Polizei gibt es im übrigen keine Kritik. Sein Zwillingsbruder sitze weiterhin hinter Gittern; er sei als Kämpfer in Syrien gewesen. Die Stimmung vor allem beim Auftritt der Toten Hosen am Samstagabend war so ausgelassen, wie man sie von früheren Festivals kannte. Die Polizei am Nürburgring registrierte bis wenige Stunde vor Ende des Festivals lediglich 12 Körperverletzungsdelikte, 24 Verkehrsunfälle mit 4 Leichtverletzten und 14 Taschendiebstähle.

In einer vorläufigen Bilanz sprachen die Sicherheitskräfte sowohl in Nürnberg als auch in der Eifel von einem ausgesprochen friedlichen Verlauf. Das Rote Kreuz musste 6500 Menschen helfen, zumeist wegen Fußblasen, Schürfwunden, Prellungen, Zeckenbissen und kleineren Verbrennungen. Er forderte sie noch am Freitag auf, ihre Stimme gegen den islamistischen Terrorismus zu erheben und beklagte, dass es bisher nicht zu sichtbaren Massendemonstrationen der muslimischen Community gekommen sei. "Angriffe auf Musikveranstaltungen und ihre Zuschauer sind Angriffe auf unsere Zivilisation und unsere Art zu leben", erklärte Lieberberg am Sonntag kurz vor Abschluss der dreitägigen Veranstaltung. Weitere Links zum Thema Lieberberg verwahrte sich gegen jegliche Versuche einer Vereinnahmung.

Veranstalter Marek Lieberberg zeigte sich auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Festival einerseits zufrieden.

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