Porsche Cayenne im Abgas-Verdacht

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Im März wurde bei Audi eine Großrazzia durchgeführt und jetzt gab es auch bei der VW-Tochter Porsche auffällige Abgaswerte. Ein Sprecher des deutschen Verkehrsministeriums sagte am Montag, das Kraftfahrtbundesamt sei beauftragt worden, Untersuchungen vorzunehmen. Das Kraftfahrt-Bundesamt sei angewiesen worden, das Modell Porsche Cayenne zu untersuchen. Porsche wollte dies auf Anfrage nicht kommentieren. Porsche bezieht seine großen Dieselmotoren im VW-Konzernverbund auch von Audi. Man sei noch nicht offiziell informiert worden, hieß es aus dem Unternehmen.

Hintergrund der angekündigten Porsche-Untersuchungen ist eine Anfang Juni vom Ministerium publik gemachte Kombination von Motor und Getriebe bei Audi. Das KBA stuft das als unzulässig ein, vorgesehen ist daher ein Pflicht-Rückruf für 24 000 Fahrzeuge. Audi sollte nun Lösungsvorschläge für Umrüstung einreichen. Nach Angaben des Sprechers ist dieser bis Montagmittag noch nicht eingetroffen.

Der Volkswagen-Abgasskandal weitet sich einem Medienbericht zufolge womöglich auf den Sportwagenhersteller Porsche aus. Der Spiegel hatte über einen Labortest des TÜV Nord berichtet, der bei einem Porsche Cayenne deutlich erhöhte Stickoxidwerte festgestellt habe.

Kürzlich waren auch Audi mit den Modellen A7 und A8 dem Ministerium wegen einer Abschalteinrichtung aufgefallen. In Deutschland ist bisher der kleinere Geländewagen Macan Teil eines "freiwilligen" Rückrufs von 630.000 Fahrzeugen verschiedener Marken, bei denen amtliche Zweifel an der Abgastechnik bestehen - aber nicht der Vorwurf einer illegalen Einrichtung erhoben wird.

Wurden auch bei Porsche Dieselfahrzeuge manipuliert?

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