Timo Werner RB Leipzig DFB Nationalmannschaft

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Schon in seinem ersten Länderspiel im März in Dortmund war der 21-Jährige Ziel für Buh-Rufe der Fans. Das war beim Spiel der Nationalmannschaft gegen San Marino klar erkennbar. Er habe die Stimmung eigentlich "super" gefunden und wolle "jetzt kein Fass aufmachen", sagte Sturmkollege Sandro Wagner, aber was ihn gestört hätte: "Die Pfiffe gegen Timo Werner fand ich überflüssig". Teile der Fans hatten den Ex-VfB-Spieler während und nach seiner Einwechslung für das DFB-Team ausgepfiffen. Der Bundestrainer hatte für die Reaktionen null Verständnis: "Es gab mal eine Schwalbe, er hat einen Fehler gemacht, den hat er zugegeben. Ein Nationalspieler, der am Anfang seiner Karriere steht und in der Bundesliga 21 Tore erzielt hat, der darf nicht ausgepfiffen werden, das ist nicht in Ordnung". "Die Leute, die das machen, sind keine richtigen Fans". Also wirklich! Was soll das? "Er ist ein unglaublich talentierter Spieler, ich habe noch nie in dem Alter einen so guten Stürmer gesehen, es ist doch toll für uns Deutsche, dass wir so einen tollen Stürmer haben". Ist doch toll, dass wir so einen tollen Stürmer haben, der noch so jung ist. Deshalb empfand er es als eine "Unverschämtheit, dass man ihn auspfeift". "Aber das ist ein sehr, sehr junger Spieler".

Und Werner selbst? Zuerst habe er die Pfiffe gar nicht wahrgenommen, betonte der Leipziger, der seinem Ärger dann aber doch Luft verschaffte: "Ich weiß nicht, was die Gemüter so bewegt hat. Der spielt hier für Deutschland und nicht für Leipzig oder sonst wen". "Monate-, jahrelang wurden Schwalben gemacht - und bei mir wird es so aufgebauscht, nur, weil ich bei RB spiele".

Dem viertbesten Torjäger der zurückliegenden Bundesliga-Saison hängt noch immer eine Schwalbe aus dem vergangenen Dezember nach, als er in der Partie gegen Schalke mit einem vorgetäuschten Foul einen Elfmeter für RB Leipzig herausholte.

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