Warum Bosz zu Borussia Dortmund passt

Einstellen Kommentar Drucken

Und am Dienstag gab der BVB die Einigung mit dessen bisherigem Klub Ajax Amsterdam, bei dem Bosz bis 2019 unter Vertrag stand, bekannt.

Wie einst Cruyff beim FC Barcelona steht der 53-jährige Bosz für attraktiven Offensivfußball: mit jungen Spielern, technisch gut ausgebildet, schnell und torgefährlich. Was auffällt, sind seine vielen Stationen.

Als Trainer arbeitete er in Apeldoorn, Arnheim, De Graafschap, Almelo und Tel Aviv.

Er beerbt Thomas Tuchel, von dem sich der BVB trotz Vertrags vorzeitig getrennt hat.

Dass Bosz bislang weder als Profi noch als Trainer bei internationalen Topvereinen tätig war, bewertete die BVB-Führung nicht als Nachteil - wie schon bei den erfolgreichen Vorgängern Jürgen Klopp und Tuchel.

Bei seinem ersten Auftritt in Dortmund verspürte er wenig Lust, auf die jüngsten Schlagzeilen in Holland einzugehen: "Ich will jetzt nach vorne schauen und mich nicht mit dem beschäftigen, was hinter mir liegt". Talente wie Ousmane Dembélé, Christian Pulisic, Julian Weigl, Felix Passlack sowie die Neuzugänge Mahmoud Dahoud (Mönchengladbach) und Dan-Axel Zagadou (Paris St. Germain) verheißen eine erfolgreiche Zukunft. Auf der Zielgeraden des Transfers zum BVB wurde von Querelen innerhalb des Trainerteams berichtet.

Er und sein Assistent Hendrie Krüzen, der Bosz als Co-Trainer nach Dortmund folgen wird, hatten andere Auffassungen hinsichtlich der Entwicklung der Ajax-Mannschaft. Ajax ließ sich damit die Tatsache versilbern, dass Boszs Vertrag - wie der des ersten BVB-Wunschkandidaten Lucien Favre bei OGC Nizza - noch bis 2019 lief. Dass auch Bayer Leverkusen ihn gern verpflichtet hätte, dass Bosz plötzlich überhaupt so begehrt ist, dazu dürften vor allem Amsterdams attraktive Spiele in der Europa League (inklusive eines Viertelfinal-Sieges gegen Schalke) beigetragen haben.

"Ich freue mich sehr auf meine neuen Mitspieler, das imposante Stadion, die berühmten Fans und wünsche mir total, in Dortmund zu einem etablierten Profifußballer zu reifen!" Versuche, einen Kompromiss zu finden, scheiterten, hieß es. Aber früher, sagt er, früher habe er immer die Bundesliga geschaut am Samstagabend. Zuletzt stand ein Betrag von fünf Millionen Euro im Raum. "Ich bin enttäuscht, weil er ein Trainer war, der mir viel Vertrauen geschenkt hat".

Comments