Juncker will Kohl mit einem europäischen Staatsakt ehren

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"Zweifelsohne eine herausragende Persönlichkeit, die eine deutliche Spur in der deutschen, europäischen und Weltgeschichte hinterlässt", schreibt Gorbatschow in der "Bild am Sonntag". "Die Deutschen haben Helmut Kohl den Spitznamen "Kanzler der deutschen Einheit" gegeben. Das ist richtig und gerechtfertigt".

"Schon zu Lebzeiten wurde Helmut Kohl mit der Ehrenbürgerschaft Europas ausgezeichnet, um seine außerordentlichen Verdienste zu würdigen". Auch sei es Kohls Wunsch gewesen, hieß es. Der Kanzler der Einheit ist im Alter von 87 Jahren in seinem Haus in Ludwigshafen gestorben.

Helmut Kohl soll nach dem Willen von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker als erster Politiker überhaupt mit einem europäischen Staatsakt geehrt werden. Offen blieb zunächst, wann und wo es einen Staatsakt in Deutschland geben wird.

Trauerfeier

Ein "großer Staatsmann und überzeugter Europäer". Vor Trump hatten bereits die ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton und George H.W. Bush Kohls politische Leistungen gewürdigt. Im Foyer der CDU-Zentrale in Berlin wurde ein Kondolenzbuch für Helmut Kohl ausgelegt.

Der SPD-Vorsitzende und Kanzlerkandidat Martin Schulz würdigte Kohl als europäischen Visionär. Dort wird sie am Samstag von Papst Franziskus im Vatikan empfangen.

Die Details würden nun ausgearbeitet und ein Termin gesucht, sagte die Sprecherin. Kohl sei nicht nur der Vater der deutschen Wiedervereinigung gewesen, sondern auch ein Verfechter für Europa und das transatlantische Verhältnis. Italiens früherer Ministerpräsident Matteo Renzi bezeichnete Helmut Kohl als einen Giganten.

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