Ronaldo und die Milliarden-Frage

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Für 200 Millionen wäre Real bereit, seinen Rekordtorschützen ziehen zu lassen.

Für eine Verpflichtung von Weltfussballer Cristiano Ronaldo müssten mögliche Interessenten wie Paris St. Germain oder Manchester United die mit Abstand höchste Transfersumme der Fussball-Geschichte bezahlen. Hol Dir jetzt Deinen Gratismonat! "Es gibt keinen Weg zurück", soll er offenbar zu seinen Portugal-Teamkollegen beim Confederations Cup gesagt haben. Eine Milliarde Euro ist die vertraglich festgeschriebene Ablösesumme, für die der 32-jährige Superstar aus dem bis 2021 abgeschlossenen Vertrag mit Champions-League-Sieger Real Madrid herausgekauft werden kann.

Die Vorwürfe gegen den Superstar wiegen schwer: Ronaldo, der Schätzungen zufolge pro Jahr rund 65 Millionen Euro aus Gehältern und Werberechten kassiert, soll Einnahmen aus Bild- und Werberechten über ein verzweigtes Firmennetzwerk mit Sitz auf den britischen Jungferninseln und in Irland am Fiskus vorbeigeschleust haben. Kurz bevor der Weltfußballer das erste Mal den Confed-Cup-Rasen in Kasan betritt, nimmt er das Trikot von Real Madrid - und erfüllt dem glückseligen Ordner dessen Autogrammwunsch.

Der teuerste Bundesliga-Transfer war erst vor wenigen Tagen mit dem Wechsel des Franzosen Corentin Tolisso (22/41,5 Millionen Euro) von Olympique Lyon zu den Bayern über die Bühne gegangen. Ein Wechsel nach China gilt als ausgeschlossen.

Vor Anpfiff des Auftaktspiels des Europameisters gegen Mexiko am Sonntag in Kasan nutzte Coach Fernando Santos die wiederkehrenden Journalisten-Fragen für eine vehemente Verteidigungsrede. "Ich lege meine Hand für ihn ins Feuer, für seine Integrität als Mann und als Athlet". Der AC Mailand gehört neuerdings chinesischen Investoren, unterhält auch beste Beziehungen zu Ronaldo-Berater Mendes, winkte bei den aktuell gehandelten Summen aber bereits ab. Der Star-Coach hatte Ronaldo während seiner Zeit bei Real (2013 bis 2015) betreut. "Ich würde alles für ihn tun, ich vertraue ihm zu hundert Prozent". "Er wird einen großartigen Confed Cup spielen und dem Team helfen". Auch für den FC Bayern, der ja immer noch auf der Suche nach einer "Granate" auf dem Transfermarkt ist, ist ein Transfer dieser Größenordnung nicht zu stemmen. Die Gazzetta dello Sport brachte nun den FC Bayern als neuen Ronaldo-Arbeitgeber ins Gespräch.

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