Anschlag vor G-20-Gipfel? | Feuer-Angriff auf Bahnstrecke

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Betroffen sind die Linien 50 (Frankfurt/M-Leipzig-Dresden), 55 (Köln-Hannover-Leipzig-Dresden) und 56 (Norddeich/Emden-Hannover-Leipzig-Dresden). Dadurch seien am frühen Montagmorgen Signalanlagen zerstört worden. Die Polizei geht nach ersten Erkenntnissen davon aus, dass die Täter dem extremistischen Spektrum angehören könnten und dass es sich um eine Anschlagsserie handelt. Die Ermittler vermuten, dass zwischen den Anschlägen ein Zusammenhang besteht. Da das Feuer in der Hauptstadt jedoch gegen 3.25 Uhr entdeckt worden sei, sei das eher unwahrscheinlich.

Leipzig/Hamburg. Pendler müssen seit dem Morgen starke Nerven bewahren: Kabelbrände auf verschiedenen deutschen Strecken haben erhebliche Behinderungen im Bahnverkehr verursacht.

Eine Sprecherin der Deutschen Bahn sagte, der Zugverkehr auf der Strecke Hamburg-Lübeck sei zwischen Rahlstedt und Ahrensburg unterbrochen. Laut Bundespolizei gab es allein im Großraum Leipzig vier Kabelbrände. Das dortige operative Abwehrzentrum nahm Ermittlungen wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr auf. "In einigen Fällen konnten Brandvorrichtungen unschädlich gemacht werden, bevor sie Schaden anrichteten", sagte ein Sprecher der Bundespolizei.

Zudem prüft der Staatsschutz nach zwei Bränden an Zuggleisen in Hamburg, ob es sich um einen politisch motivierten Anschlag handelt. Im Großraum rund um Leipzig, Dresden und Chemnitz sowie in Halle (Saale) kam es zu erheblichen Verspätungen. Im Berliner S-Bahn-Verkehr gab es ebenfalls erhebliche Störungen. Wegen der defekten Signalanlagen seien Streckenteile nicht befahrbar.

Jetzt müssen die Zugführer nach Ersatzsignalen bzw. auf Funk-Befehl fahren, sagt ein Sprecher der Bahn gegenüber DER WESTEN.

Die Polizei schließt eine politische Motivation nicht aus. In der Nacht zum Montag hätten im Stadtteil Eidelstedt und im Bereich Höltigbaum Kabel neben den Gleisen gebrannt. Reisende müssen mit Verspätungen und Zugausfällen rechnen.

Köln. An den Bahnstrecken zwischen Köln und Düsseldorf Hauptbahnhof sowie zwischen Bochum und Dortmund haben Vandalen in der Nacht zu Montag Kabel beschädigt.

Betroffen von den Einschränkungen sind nach Angaben der Deutschen Bahn die Linien RE1, RE6 und RE11.

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