Anti-Terror-Ermittlungen nach tödlichem Zwischenfall in London

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Im Londoner Stadtteil Finsbury Park hat es nach Polizeiangaben einen "schweren Zwischenfall" mit mehreren Opfern gegeben. Das teilte die Behörde am Montagmorgen mit.

Nahe einer Moschee ist ein Fahrzeug in eine Gruppe von Menschen gefahren. Nach Polizeiangaben kam dabei ein Mensch ums Leben. Ein Mensch wurde getötet, mehrere Verletzte wurden in Krankenhäuser gebracht. Laut der Zeitung "The Guardian" beteiligte sich auch die Anti-Terror-Polizei an den Ermittlungen.

Premierministerin Theresa May sprach von einem "schrecklichen Vorfall". Die Polizei bestätigte das nicht. Der Mann wird als Vorsichtsmaßnahme in einem Krankenhaus behandelt.

Außer dem festgenommenen Fahrer gibt es der Polizei zufolge nach jetzigem Stand keine weiteren Verdächtigen. Es habe eine Festnahme gegeben.

Der Britische Rat der Muslime teilte auf Twitter mit, er sei darüber informiert worden, dass ein Minivan Gläubige nahe der Finsbury-Park-Moschee überfahren habe. Noch bis zum 24. Juni geht in diesem Jahr der Fastenmonat Ramadan. "Von den Augenzeugenberichten her scheint es, als wäre der Täter von Islamhass motiviert gewesen", schrieb der Rat am frühen Montagmorgen auf Twitter. "Das ist eine Terrorattacke".

Das Fahrzeug, das Passanten rammte, soll dem "Sun"-Bericht zufolge ein gemieteter weißer Lieferwagen sein". Ein solches Fahrzeug war auch auf diversen Bildern vom Ort des Geschehens zu sehen. Ihre Gedanken seien bei den Opfern und deren Angehörigen.

Jeremy Corbyn von der oppositionellen Labour-Party twitterte, er sei "total schockiert". Der Rat forderte Polizeischutz für Moscheen.

Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan hat den Zwischenfall vor einem muslimischen Gemeinschaftshaus als Terroranschlag bezeichnet. Ein Augenzeuge sagte der BBC, er hätte mindestens "drei ernsthaft verletzte Menschen" gesehen. Mehrere Opfer würden in der Seven Sisters Road versorgt. Es gibt mehrere Verletzte. Als Imam der Moschee von Finsbury Park hatte einst der in einem US-Terrorprozess zu lebenslanger Haft verurteilte Abu Hamza gewirkt.

Die Terrorwarnstufe in Grossbritannien steht auf "ernst", der zufolge Anschläge im Land sehr wahrscheinlich sind. Anschließend griffen sie Passenten im Viertel um den Borough Market mit Messern an. Die drei Attentäter wurden von der Polizei getötet. Insgesamt fünf Menschen wurden bei dem Anschlag getötet.

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