Assmann bleibt Chef in Mantua

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Der österreichische Kulturmanager Peter Assmann (53), der Ende Mai wegen des Urteils eines Verwaltungsgerichts seinen Posten als Museumschef in der norditalienischen Stadt Mantua verloren hatte, ist seit gestern wieder im Amt.

. In seinem Kampf um den Posten habe er "viele Solidaritätserklärungen erhalten". Damals hatten fünf Museumsdirektoren, darunter Assmann, ihre Posten verloren. Ein definitives Urteil in diesem Streit ist im Oktober zu erwarten. Dann aber focht eine geschlagene Mitbewerberin die Entscheidung an und bekam recht: Ein Verwaltungsgericht in Rom kippte im Mai 2017 nicht nur Assmanns Kür, sondern insgesamt fünf Entscheidungen des Kulturministeriums in Rom über Direktorenposten: Bei dem Prozedere seien nicht jene Bedingungen erfüllt worden, die für eine internationale Ausschreibung vorgesehen sind. Das Verfahren sei außerdem in mehreren Aspekten nicht rechtskonform gewesen. Das Gericht hatte den Rekurs einer erfolglosen Kandidatin im Rennen um die Führung des Palazzo Ducale in Mantua angenommen, dessen Leitung Assmann anvertraut worden war.

"Ich bin bereit, meine Arbeit wieder aufzunehmen". Unter Assmanns Leitung kletterte das Haus im Jahr 2016 mit 363.000 Besuchern von Platz 16 auf Platz 11 im Ranking von Italiens meistbesuchten Kunstsammlungen und landete dabei sogar vor der Mailänder Pinakothek Brera, die sich mit 322.000 Besuchern begnügen musste.

Die geplanten Großprojekte seien "nicht zu stark in Verzug geraten", sagte Assmann.

Wichtig sei jetzt, dass der Prozess zur Konsolidierung der Museumsautonomie in Italien beschleunigt werde. "Vor allem die Personalautonomie muss gestärkt werden. Es ist wichtig, dass sich die Museen aus der Umklammerung der Bürokratie befreien".

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