Auch arte gedenkt Helmut Kohl

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An dem Staatsakt sollen EU-Spitzenvertreter und politische Weggefährten Kohls teilnehmen.

Politiker aus dem In- und Ausland ehrten Kohl als großen Staatsmann und würdigten seine Verdienste um die Deutsche Einheit und Europa. Der langjährige Kanzler war am Freitagmorgen im Alter von 87 Jahren in seiner rheinland-pfälzischen Heimat Ludwigshafen gestorben. Ein Datum stehe aber noch nicht fest. Direkt nach den Feierlichkeiten in Strassburg sei im Dom zu Speyer in Rheinland-Pfalz eine Totenmesse geplant, hatte die "Bild am Sonntag" geschrieben. Nach der Totenmesse werde der engste Familien- und Freundeskreis in der Traukapelle im Adenauerpark Abschied nehmen, berichtete das Blatt. Darüber entscheidet das deutsche Bundespräsidialamt.

Auch weltweit wurde der Tod Kohls bedauert. Auch wenn er persönlich mit seiner Politik nicht immer einverstanden gewesen sei, habe er großen Respekt vor der Leistung Kohls für Deutschland, sagte Ramelow. "Wir Deutschen verdanken ihm viel". Aber auch in Deutschland dürfte es wohl eine grössere Trauerzeremonie geben. Der Weltverband FIFA gestattete am Samstag einen entsprechenden Antrag des Deutschen Fußball-Bundes.

Die Berliner CDU-Vorsitzende Monika Grütters sprach sich im "Tagesspiegel" dafür aus, eine Stiftung im Gedenken an Kohl einzurichten. Selbst Ex-SPD-Chef Rudolf Scharping fordert, Straßen nach seinem früheren CDU-Widersacher zu benennen.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) würdigte am Freitag die Verdienste von Altbundeskanzler Helmut Kohl bei der deutschen Wiedervereinigung: "Er hat die Chancen der friedlichen Revolution genutzt, um einen friedlichen Prozess der deutschen Einheit zu ermöglichen".

Der ehemalige französische Staatspräsident François Mitterand hätte kurz nach dem Mauerfall zusammen mit Helmut Kohl den Anstoß zur Gründung des Senders gegeben, heißt es in einer Pressemitteilung.

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