Blitzeinschlag ist schuld Mindestens 60 Menschen bei Waldbrand in Portugal getötet

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Zahlreiche Opfer seien in ihren Autos auf der Straße von Figueiro dos Vinhos nach Catanheira de Pera verbrannt, als sie versuchten, den Flammen zu entkommen, sagte Innenstaatssekretär Jorge Gomes in der Nacht auf Sonntag.

Der schlimmste Waldbrand in Portugal seit Jahrzehnten hat Dutzende Menschen das Leben gekostet. Die Brände waren gestern durch einen Blitzeinschlag in einen Baum in der Region Pedrogao Grande, knapp 200 Kilometer nordöstlich von Lissabon, ausgelöst worden und hatten sich rasch ausgebreitet. Es ist der Waldbrand mit den meisten Todesopfern in Portugal seit Beginn der Aufzeichnungen. Der Einsatz von Löschflugzeugen und Hubschraubern sei am Sonntag zunächst aufgrund der starken Rauchentwicklung unmöglich gewesen.

Knapp 700 Feuerwehrmänner kämpften mit mehr als 215 Fahrzeugen und vier Löschflugzeugen gegen die Flammen. In den vergangenen Tagen war es in Portugal mit Temperaturen von bis zu 40 Grad sehr heiß. Cristiano Ronaldo & Co. wollten im russischen Kasan Trauerflor tragen.

Das Leiden stand den unzähligen Betroffenen der Region ins Gesicht geschrieben. Ein Mann sagte kopfschüttelnd: "In meinen 53 Jahren habe ich so etwas nicht gesehen".

Nach Angaben des Innenministeriums waren etliche der später tot geborgenen Menschen mit ihren Fahrzeugen unterwegs, als die Flammen sie plötzlich einschlossen.

Die EU sagte Portugal Hilfe zu.

Auf Bitte Portugals würden über die Nothilfekoordinierung der EU Löschflugzeuge organisiert. Frankreich habe sofort drei Maschinen zugesagt. Zusätzlich helfe Spanien ebenfalls mit Flugzeugen.

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