Delivery Hero könnte an der Börse eine Milliarde einsammeln

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An Delivery Hero selbst gehen rund 450 Millionen Euro.

Der deutsche Essenslieferdienst Delivery Hero will mit seinem Börsengang bis zu einer Milliarde Euro einsammeln.

Berlin (dpa) - Der Börsengang des Essens-Lieferdiensts Delivery Hero (Lieferheld, Pizza.de, Foodora) könnte bis zu einer knappen Milliarde Euro schwer werden. Sollten alle Papiere zum oberen Ende der Preisspanne platziert werden, würde der Börsengang ein Volumen von insgesamt fast 996 Millionen Euro haben. Gemessen an der Preisspanne werden dies zwischen 417 Millionen Euro und 483 Millionen Euro sein.

Der heutige Vorstandschef Niklas Östberg hatte Delivery Hero 2011 gegründet. "Wir wollen unsere weltweite Führungsposition im Markt für Online-Essensbestellungen und -lieferungen weiter ausbauen". Dieses Geld fließt dem Unternehmen für den Ausbau des Geschäfts zu. Der Börsenkandidat wies für 2016 einen Umsatz von 297 (2015: 166) Millionen Euro und einen Verlust von 195 (253) Millionen Euro aus.

Als letzten Investor hatte Delivery Hero die südafrikanische Naspers Anfang Mai an Land gezogen. Dafür bekommt das Unternehmen vom Restaurant einen Anteil an den Einnahmen. Er ist mit 35 Prozent bisher größter Anteilseigner von Delivery Hero.

Die Konkurrenten Takeaway.com ("Lieferando") aus den Niederlanden, Just Eat aus Großbritannien und GrubHub aus den USA sind bereits an der Börse notiert. Auch der Fahrdienst-Vermittler Uber tummelt sich mit UberEats in dem Markt.

Immer mehr Menschen lassen sich Essen aus dem Restaurant nach Hause bringen. Rocket wirft bei der Emission von Dienstag an 5,26 Millionen Delivery-Hero-Aktien auf den Markt, wie das Berliner Unternehmen am Montag mitteilte.

Ein erfolgreicher Börsengang von Delivery Hero wäre eine gute Nachricht für Rocket Internet. Die Beteiligungsgesellschaft unter Führung des bekannten Internet-Unternehmers Oliver Samwer hatte im Herbst den geplanten Börsengang des Lebensmittel-Versenders Hello Fresh auf Eis gelegt. Rocket verkauft aber zunächst nur rund ein Fünftel seiner Delivery-Hero-Aktien. Im ersten Quartal hatte sich das kräftige Wachstum fortgesetzt und die Verluste waren weiter zurückgegangen.

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