Deutsche Bahn: Bundesweite Störungen im Bahnverkehr durch Brandanschläge

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Im Bahnverkehr ist es durch Kabelbrände in mehreren Regionen zu Beeinträchtigungen gekommen.

Nach Angaben der Bahn müssen Reisende und Pendler auf vielen Strecken mit massiven Verspätungen von bis zu einer Stunde rechnen. Bahnmitarbeiter berichten, es habe Brandanschläge auf Signalanlagen gegeben.

Köln. An den Bahnstrecken zwischen Köln und Düsseldorf Hauptbahnhof sowie zwischen Bochum und Dortmund haben Vandalen in der Nacht zu Montag Kabel beschädigt.

Die Ermittler gehen davon aus, dass zwischen den Anschlägen ein Zusammenhang besteht. Laut Bundespolizei gab es allein im Großraum Leipzig vier Kabelbrände.

Zudem sei mit einem Hubschrauber aus der Luft nach weiteren Brandorten gesucht worden.

Leipzig. Mehrere Kabelbrände haben am Montagmorgen erhebliche Behinderungen im Bahnverkehr Großraum Leipzig―Dresden―Chemnitz sowie Halle (Saale) verursacht. In der Nacht zum Montag hätten im Stadtteil Eidelstedt und im Bereich Höltigbaum Kabel neben den Gleisen gebrannt, erklärte ein Polizeisprecher am Montagmorgen. Besonders betroffen seien die Strecken Leipzig-Dresden, Leipzig-Coswig, Leipzig-Chemnitz, Leipzig-Halle und Leipzig-Erfurt mehr Zeit einplanen. Hinweise auf den oder die Täter gab es noch nicht. Betroffen sind nach Angaben der Deutschen Bahn sowohl der Fern- als auch der Regional- und S-Bahn-Verkehr. Wegen defekter Signalanlagen seien Streckenteile nicht befahrbar. Nach Angaben der Ermittler waren neben Leipzig auch Hamburg, Berlin und Dortmund betroffen.

Eine Sprecherin der Deutschen Bahn sagte, der Zugverkehr auf der Strecke Hamburg-Lübeck sei zwischen Rahlstedt und Ahrensburg unterbrochen. Zwischen Dortmund und Bochum komme aus bei den Linien zu Verspätungen zwischen zehn und fünfzehn Minuten in beiden Richtungen.

Jetzt müssen die Zugführer nach Ersatzsignalen bzw. auf Funk-Befehl fahren, sagt ein Sprecher der Bahn gegenüber DER WESTEN. In Niedersachsen, Berlin, Nordrhein-Westfalen und Sachsen brannten Kabelschächte, teilte das operative Abwehrzentrum der Polizei Sachsen mit. Sie sprach von Vandalismus. Weitere Einzelheiten waren zunächst unklar.

Am 7. und 8. Juli treffen sich die Führungskräfte der 20 mächtigsten Industrieländer zum G20-Treffen in Hamburg.

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