Deutsche U21 mit Pflichtsieg gegen Tschechien zum EM-Start

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Der 22-Jährige vom 1. FC Kaiserslautern spielte erst zweimal für die U21, heute Abend soll er den deutschen Kasten sauber halten. Die Auswahl von Trainer Stefan Kuntz hat sich in der schweren Gruppe C eine gute Ausgangsposition geschaffen.

Die Berliner Niklas Stark, Mitchell Weiser und Davie Selke stehen beim Auftakt gegen Tschechien in der Start-Formation.

Der Coach arbeitet nach acht Tagen Trainingslager am Chiemsee und zwei Einheiten in Polen an den letzten Feinheiten seiner Startelf und seiner Taktik. "Deshalb bin ich umso glücklicher und motivierter, dass es morgen endlich losgeht".

Kuntz' Spieler waren klug genug, sich nicht zu überschätzen und erreichten mit einem 2:0-Erfolg durch die Tore von Meyer (44. Minute) und Gnabry (50.) ihr erstes Zwischenziel vergleichsweise souverän.

"Wir sind schwer ins Spiel gekommen, da war ein bisschen Unsicherheit, ein kleines bisschen Nervosität", sagte Kuntz. Die Aufstellung habe sich daher "mehr oder weniger von alleine ergeben".

Kein Thema bei Kuntz und Co. ist nach Verbandsangaben das Fehlen von gleich acht wichtigen U21-Profis, die stattdessen mit der A-Nationalmannschaft zum Confed Cup gereist sind.

Denn hinter vorgehaltener Hand gilt das Motto: Verlieren verboten.

Da die U21-Europameisterschaft in Polen erstmals mit zwölf Teams gespielt wird, ziehen nur die Gruppenersten sowie der beste von drei Gruppenzweiten in die K.o. "Wir wissen, dass wir schlechte Karten haben, wenn wir mit einer Niederlage starten", sagte Selke. "Wenn wir ganz sicher gehen wollen, müssen wir jedes Spiel gewinnen". Es werde kein lockeres Reinkommen in das Turnier geben, mahnte Kuntz. "Wer hier nicht mit der richtigen Einstellung reingeht", hatte Cheftrainer Stefan Kuntz noch am Vortag gesagt, "wird an Boden verlieren".

DER GEGNER: Die Tschechen qualifizierten sich in ihrer Gruppe klar vor Belgien für das Turnier und gelten als unbequemer Gegner. "Wenn wir unsere Qualitäten auf den Platz bringen, dann bin ich sehr optimistisch". "Dann muss Tschechien gucken, dass sie mit uns klarkommen". "Vermeintliche Favoritenrollen sind in dem Moment, wo der Schiedsrichter anpfeift, vorbei", warnte Kuntz.

DAS ZIEL: Die Mannschaft will den Titel - das haben fast alle Profis und der Trainer mehrmals zum Ausdruck gebracht.

Der Puls stimmt: Serge Gnabry (l.) und Maximilian Arnold bejubeln das 2:0 gegen Tschechien. "Unser Ziel sind fünf Spiele, fünf Siege". Allerdings ist die Konkurrenz groß: Rekordchampion Italien und Favorit Spanien sind mit Stars wie Torwart Gianluigi Donnarumma und Saúl Ñíguez angereist.

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