Die Faktenlage Terror in London: Was wir wissen und was nicht

Einstellen Kommentar Drucken

Auch drei Angreifer seien tot.

Auch ein Hotel in der Nähe der London Bridge steht nach Angaben des britischen Senders BBC unter Polizeischutz. Die Polizei sperrte große Areale in der Stadt weiträumig ab. Die Polizei sei gut für den Anti-Terror-Kampf gerüstet.

Uhr: Im Zusammenhang mit dem Terroranschlag von London sind zwölf Menschen festgenommen worden.

Die britische Hauptstadt ist wieder Ziel eines Terrorangriffs geworden.

Es gab mindestens sieben Tote und rund 50 Verletzte. Das habe die britische Gesundheitsbehörde NHS mitgeteilt, berichtete die britische Nachrichtenagentur PA. Wie am Sonntag aus dem Auswärtigen Amt in Berlin verlautete, befindet sich darunter auch eine schwer verletzte Person. Das bedeutet, dass weitere Anschläge unmittelbar bevorstehen könnten. "Etwas muss sich ändern". Eine entsprechende Erklärung verbreiteten die Islamisten über einen Propagandakanal im Internet.

Uhr: Jetzt spricht Theresa May. Es gebe "viel zuviel Toleranz für Extremismus in unserem Land", sagte sie. Extremisten dürften dort keine Rückzugsorte mehr finden.

Der Anschlag begann am späten Samstagabend auf der London Bridge und ging auf dem nahe gelegenen Borough Market weiter, der bei Touristen sehr beliebt ist. Die Terroristen griffen ihre Opfer zuerst mit einem kurz zuvor angemieteten Kleintransporter und dann mit langen Messern an.

Anschließend seien die Täter zu Bars und Restaurants in der Umgebung gegangen. Die Ermittlungen zu möglichen Helfern gehen der Polizei zufolge weiter.

London. Bei schweren Zwischenfällen in London sind nach Polizeiangaben in der Nacht zum Sonntag mehrere Menschen ums Leben gekommen.

Erst vor wenigen Tagen hatte ein Selbstmordattentäter nach einem Konzert in Manchester 22 Menschen mit in den Tod gerissen. Ende März war der mutmasslich islamistische Attentäter Khalid Masood auf der Westminster Bridge im Zentrum Londons mit seinem Auto in eine Gruppe von Passanten gerast, vier Menschen starben. Nach Medienberichten wurde nach drei möglicherweise bewaffneten Männern gefahndet. Nach dem Anschlag am Samstagabend meldete die britische Polizei weitere Festnahmen. Sieben Menschen wurden getötet, über 40 weitere verletzt. Der Attentäter war auch damals erschossen worden.

Bis Sonntagmorgen hat sich noch keine Terrorgruppe zu dem Anschlag bekannt. Jedoch verwies Rita Katz, Direktorin der auf dschihadistische Propaganda spezialisierten Site Intelligence Group, darauf, dass Anhänger der IS-Terrorgruppe den Anschlag in ihren Foren und Chat-Kanälen feierten. Die Parlamentswahl am Donnerstag soll wie geplant stattfinden. International löste das Attentat Bestürzung aus.

Londons Bürgermeister Sadiq Khan sprach von einer "gezielten und feigen Attacke" auf unschuldige Londoner und Besucher. Sie bat die Menschen, nicht leichtfertig Videos und Bilder von den Tatorten in Umlauf zu bringen. "Wir sind heute über alle Grenzen hinweg im Entsetzen und der Trauer vereint, aber genauso in der Entschiedenheit", sagte Merkel.

Aus dem Ausland gab es zahlreiche Solidaritätsadressen: US-Präsident Donald Trump habe May noch in der Nacht telefonisch sein Mitgefühl ausgesprochen, teilte das Weiße Haus in Washington mit.

Es waren Trumps erste öffentliche mündliche Äußerungen nach den Terroranschlägen in London. CNN zufolge hatte sich Khan mit seiner Äußerung aber auf die Präsenz von Soldaten auf der Straße bezogen.

Der französische Präsident Emmanuel Macron erklärte, Frankreich stehe angesichts dieser "neuerlichen Tragödie mehr denn je an der Seite des Vereinigten Königreichs". "Dies ist für Allah", rufen die Terroristen nach Augenzeugenberichten, als sie auf ihre Opfer losgehen. Es handele sich um den 27-jährigen Khuram Shazad Butt, einen in Pakistan geborenen Briten, und den 30 Jahre alten Rachid Redouane, der sich als Marokkaner oder auch als Libyer ausgegeben habe, teilte die Polizei mit. Unter anderem könnten May Entscheidungen aus ihrer Zeit als Innenministerin zum Verhängnis werden.

Comments