Dresden massiv von Brandanschlägen auf Bahn betroffen

Einstellen Kommentar Drucken

Neben der Messestadt griffen Unbekannte auch in Hamburg, Niedersachsen, Berlin und Nordrhein-Westfalen Technik der Deutschen Bahn an und legten so den Verkehr lahm, heißt es bei der LVZ.

Leipzig/Hamburg. Pendler müssen seit dem Morgen starke Nerven bewahren: Kabelbrände auf verschiedenen deutschen Strecken haben erhebliche Behinderungen im Bahnverkehr verursacht. Es seien auch Brandsätze gefunden worden, die dann entschärft wurden. Grund dafür sind laut Bundespolizei vier Kabelbrände im Großraum Leipzig.

Massive Verspätungen waren die Folge, die Reparaturen dauern teilweise noch an – wie lange, steht noch nicht fest. Aufgrund der parallel auch in anderen Bundesländern stattgefundenen Attacken gehen die Ermittler von einer koordinierten Aktion aus, halten auch einen Bezug zum anstehenden G20-Gipfel in Hamburg für möglich, so OAZ-Sprecherin Kathleen Doetsch. Ersatzhalte und Reisealternativen: Reisende nach Bochum Hbf fahren bitte bis Herne und dort weiter mit U-Bahn U 35. Die Züge der RE 1 werden zwischen Köln Hbf und Düsseldorf Hbf über Dormagen umgeleitet. 120 Minuten. Gegenrichtung entsprechend.

Erfurt. Nach mehreren Kabelbränden an Bahnstrecken in Sachsen haben Extremismusexperten der Polizei die Ermittlungen übernommen. In der Nacht zum Montag hätten im Stadtteil Eidelstedt und im Bereich Höltigbaum Kabel neben den Gleisen gebrannt, erklärte ein Polizeisprecher. Wegen der defekten Signalanlagen seien Streckenteile nicht befahrbar.

Am 7. und 8. Juli treffen sich in Hamburg die Staats- und Regierungschefs (G20) aus den führenden Industrie- und Schwellenländern sowie Vertreter der EU in Hamburg. Die Bahn bemüht sich nach eigenen Angaben um Ersatzverkehr durch Busse.

Auch im Ruhrgebiet hat es einen mutmaßliche Brandanschlag gegeben.

Dresden. Auf zahlreiche Signalanlagen und Kabelschächte der Deutschen Bahn im Bundesgebiet sind in der vergangen Nacht Brandanschläge verübt worden - unter anderem in Leipzig. "In einigen Fällen konnten Brandvorrichtungen unschädlich gemacht werden, bevor sie Schaden anrichteten", sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Weitere Einzelheiten waren zunächst unklar.

Comments