Feuerinferno in Portugal: Todeszahl steigt auf 62

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Lissabon. Ein Mitarbeiter des Innenministeriums erklärte am Sonntag, 18 Menschen seien in ihren Autos getötet worden, als Flammen auf eine Straße zwischen Figueiró dos Vinhos und Castanheira de Pera übergriffen hätten. Die Flammen griffen auf die Nachbarkreise Figueiró dos Vinhos, Castanheira de Pera und Gois über. Regierungschef Antonio Costa sprach vom schwersten derartigen Unglück in Portugal seit Jahrzehnten.

Die Zahl der Toten bei dem verheerenden Waldbrand in Portugal ist auf 39 gestiegen. Hunderte Feuerwehrleute mit 160 Löschfahrzeugen waren gegen die Flammen im Einsatz. In der Region ist es derzeit sehr heiß mit Temperaturen von über 30 Grad.

Beim Confed-Cup in Russland wurde mit einem Moment des Schweigens vor der Partie Portugal gegen Mexiko (2:2) der Todesopfer gedacht. Plötzlich wurden Autos zur Todesfalle und ringsherum von Flammen eingeschlossen. Cristiano Ronaldo und seine Teamkollegen trugen im russischen Kasan Trauerflor. Das Leiden stand den Betroffenen der Region ins Gesicht geschrieben. Ein Mann sagte kopfschüttelnd: "In meinen 53 Jahren habe ich so etwas nicht gesehen". Bilder zeigten völlig ausgebrannte Autos. "Alles deutet ganz klar auf natürliche Ursachen hin". Das Feuer war am Samstag in der Region Leiria im Zentrum des Landes ausgebrochen. Zuvor hatte Bürgermeister Alves noch gesagt, er sei überzeugt, dass das Feuer gelegt wurde. "Als die Flammen in der Nacht unseren Häusern immer näherkamen, habe ich stundenlang keinen einzigen Feuerwehrmann gesehen", sagte eine ältere Frau dem Fernsehsender RTP. Es gebe einige Dörfer, die "von den Flammen völlig eingekesselt" seien, sagte der Bürgermeister von Pedrógão Grande, Valdemar Alves, der Zeitung "Público". Auf Bitte des Landes würden Löschflugzeuge organisiert. Frankreich habe sofort drei Maschinen zugesagt. Das Feuer sei an vier Fronten aktiv und werde mit rund 200 Einsatzfahrzeugen und zwei Flugzeugen bekämpft, teilte der Zivilschutz mit.

Auch die Bundesregierung bot Portugal Hilfe an, wie Regierungssprecher Steffen Seibert auf Twitter schrieb.

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