Flugzeugbauer ringen um Kunden auf Luftfahrtmesse in Paris

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In diese "Mitte des Marktes", wie Boeing das Segment nennt, drängt seit einiger Zeit der europäische Rivale Airbus mit der längsten Version seiner Mittelstreckenjets, der A-321neo.

Das Flugzeug mit dem Namen 737-MAX-10 soll dank eines verlängerten Rumpfs bis zu 230 Passagiere fassen, kündigten Boeing-Konzernchef Dennis Muilenburg und der neue Verkehrsflugzeugchef Kevin McAllister am Montag zum Start der weltgrößten Luftfahrtmesse in Le Bourget bei Paris an. Die Amerikaner stellen dafür eine verlängerte Version des 737 Max vor.

Der neue Jet soll fünf Prozent weniger Tripkosten und fünf Prozent weniger Sitzmeilenkosten garantieren. Boeing will sich erst einer ausreichend großen Nachfrage sicher sein, damit sich die Entwicklung eines neuen Jets auszahlt. "Der 737 MAX 10 gibt unseren Kunden die höchste Flexibilität am Markt und bringt ihren Flotten mehr Reichweite, Effizienz beim Kraftstoffverbrauch und unübertroffene Beständigkeit, wofür die 737 MAX Famile ohnehin schon bekannt ist".

Auch die indische Fluglinie SpiceJet, die 40 Exemplare der MAX-10 orderte, strich dafür 20 Bestellungen für die kürzere Variante. Die Maschine mit dem Arbeitsnamen "B-797" soll die Lücke zwischen den Mittelstreckenjets der B-737max-Reihe und Boeings kleinstem Großraumflieger B-787 ("Dreamliner") füllen, die durch das Produktionsende der B-757 entstanden ist.

Zudem winkt Boeing ein Großauftrag aus China.

Der Finanzierer Alafco aus Kuwait will 20 Boeing 737-MAX-8 im Wert von 2,2 Milliarden Dollar bestellen, und die Tibet Financial Leasing Company 20 737-MAX-Jets im Wert von 2,5 Milliarden Dollar.

Während Boeing die "MAX-10" als effizientestes Flugzeug seiner Klasse bezeichnete, lästerte Airbus-Verkaufschef John Leahy, der Flieger sei vor allem eine Konkurrenz für das nächstkleinere Boeing-Modell.

Der US-Flugzeugbauer Boeing will mit einer längeren Version seines Bestsellers 737 die Vormacht von Airbus bei Mittelstreckenflugzeugen brechen.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron selbst erreichte am Montagvormittag an Bord eines Militär-Transporters A400M die weltgrößten Luftfahrtmesse. Vertreten sind Hersteller aus Luftfahrt, Rüstung und Raumfahrt samt ihren Zulieferern aus aller Welt. Nach vier Fachbesuchertagen ist die Luftfahrtschau von Freitag bis Sonntag auch für die breite Öffentlichkeit geöffnet. Die letzte Paris Air Show vor zwei Jahren hatte insgesamt gut 2300 Aussteller und mehr als 351.000 Besucher angelockt.

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