Google kämpft mit künstlicher Intelligenz gegen Terror

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Google hat angekündigt, ein Programm gestartet zu haben, um terroristische Inhalte im Internet mittels künstlicher Intelligenz zu bekämpfen. Der Internet-Konzern werde dafür mehr Entwickler abstellen und seine modernste Technologie bei selbstlernenden Maschinen nutzen, erklärte Google-Chefjurist Kent Walker. Dieser umfasst eine Strategie mit künstlicher Intelligenz, freiwilligen Helfern, Warnhinweisen und eine Umleitung auf Anti-Terror-Botschaften.

Damit sollen unter anderem bei der Videoplattform YouTube automatisch mehr Clips mit Terrorpropaganda aufgespürt werden.

Was halten Sie vom 4-Punkte-Plan gegen Terror-Propaganda? Die Industrie müsse aber eingestehen, dass noch mehr zu tun sei. Mehr als die Hälfte aller gelöschten Inhalte in den vergangenen Monaten wurden bereits von solcher Software entdeckt. Es sei jedoch schwierig, Terrorpropaganda von Nachrichtenmaterial zu unterscheiden. Google setzt dabei auf "Trusted Flagger", das sind Einzelpersonen oder Organisationen, denen Google vertraut, wenn sie anstößige oder rechtswidrige Inhalte anzeigen. Auch die Zahl der Experten, die über als verdächtig markierte Videos entscheiden, werde stark erhöht, schrieb Walker in einem Beitrag in der "Financial Times" und im Unternehmensblog.

Bei strittigen Inhalten sollen Warnhinweise vor das Video geschaltet werden. So will man verhindern, dass sich einschlägige Kanäle zusätzlich mit Werbeeinnahmen finanzieren. Google reagiert damit auf den Druck aus der Politik, sich des Problems anzunehmen. Zudem werde an einem Algorithmus gearbeitet, der durch Textanalyse terroristische Propaganda erkennen solle.

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