Kanzlerin Merkel zu Besuch in Mexiko eingetroffen

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Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat bei ihrem Besuch in Mexiko für freien Handel geworben.

Bei Merkels Mexiko-Reise ging es auch um eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit.

Allerdings wandern schon seit Jahren weniger Menschen aus Mexiko in die USA ein, als umgekehrt wieder aus den Vereinigten Staaten zurückkehren. Sie bedankte sich bei Präsident Enrique Peña Nieto am Freitagabend für sein "klares Bekenntnis zum Freihandel". Der Handel zwischen Deutschland und Mexiko belief sich im letzten Jahr auf rund 16 Milliarden Euro.

Sowohl Merkel als auch Nieto bezeichneten es als Chance, dass sich die USA, Kanada und Mexiko nun auf eine Neuverhandlung des Nafta-Abkommens geeinigt hätten. Schließlich hat kein Land auf der Welt so viele Freihandelsabkommen unterzeichnet wie die zweitgrößte Volkwirtschaft Lateinamerikas. Bei einer Wirtschaftsveranstaltung zur Industrie 4.0 und zur digitalen Ausbildung will die Kanzlerin eine Rede halten. "Arbeitnehmer müssen lebenslang weiterlernen", sagte Merkel. Mehr als 1900 Unternehmen mit deutscher Kapitalbeteiligung sind in Mexiko registriert, darunter Industrieriesen wie VW, BASF und Bayer. Im Herbst soll das Nordamerikanische Freihandelsabkommen neu verhandelt werden. Mexiko ist 2018 Partnerland der Hannover Messe, steht auf Platz 13 der Weltrangliste der Exportnationen und ist Nummer 12 unter den Importländern. Bei einem Treffen bekräftigte Präsident Enrique Peña Nieto seine Ambitionen mit Blick auf den G20-Gipfel. Gemeinsam beschäftigen sie rund 120.000 Mitarbeiter und erwirtschaften rund acht Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

Dennoch wird das Land von Deutschland besonders umworben, da es ausgesprochen gute Bedingungen für die deutschen Unternehmen bietet: Geringe Löhne, hohe Produktivität in Sektoren wie der Automobilproduktion und die besondere Nähe zu den USA machen das Land attraktiv. Dieses beinhaltet eine Überarbeitung des bestehenden Freihandelsabkommens. "Mexiko wird sowohl nationale als auch internationale Unternehmen schützen", sagte Nieto bei einer Veranstaltung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am Samstag in Mexiko-Stadt. Sie wurde von einer Wirtschaftsdelegation begleitet. "Die Beziehungen zwischen Mexiko und Deutschland haben ihren eigenen Stellenwert". Bereits gestern hatte die mexikanische Regierung erklärt, sie wolle den Besuch Merkels nicht als Botschaft an US-Präsident Donald Trump verstanden wissen. Seit 1999 flossen rund 14,7 Milliarden Dollar in das Land.

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