Mehr als 65 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht

Einstellen Kommentar Drucken

Abgesehen von der lange andauernden palästinensischen Flüchtlingssituation stellen Afghanen die größte Bevölkerung (4,7 Millionen), gefolgt von Irakern (4,2 Millionen) und Südsudanesen (weltweit mit 3,3 Millionen Betroffenen die am schnellsten wachsende Bevölkerung auf der Flucht). Die Türkei beherbergte die größte Flüchtlingsbevölkerung: 2,9 Millionen Menschen.

Die Zahl der Flüchtlinge, die in andere Länder geflohen sind, war nach UN-Angaben Ende 2016 mit 22,5 Millionen Menschen weltweit allerdings höher als jemals zuvor. Es folgten Afghanistan und Südsudan. Die UNO-Flüchtlingshilfe ist der deutsche Partner des UNHCR und hat im letzten Jahr 19,3 Millionen Euro für die weltweiten Programme der UN-Organisation zur Verfügung.

Es waren damit 300.000 Flüchtlinge mehr als ein Jahr zuvor. Der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi, betonte, die globale Flüchtlings- und Vertriebenenkrise habe eine Dimension angenommen, die unter keinen Umständen zu akzeptieren sei. Syrien bleibt weltweit das größte Herkunftsland von Flüchtlingen (5,5 Millionen). Seitdem seien noch einmal rund eine halbe Million neue Flüchtlinge registriert worden. Von dieser Gesamtzahl fallen 17,2 Millionen in den Verantwortungsbereich von UNHCR, die Übrigen sind palästinensische Flüchtlinge, die bei unserer Schwesterorganisation UNRWA registriert sind.

Gemessen an der Gesamtbevölkerung waren die Menschen in Syrien weiterhin am stärksten von Flucht und Vertreibung betroffen: 2016 kamen nach Angaben des UNHCR fast 825.000 neue syrische Flüchtlinge hinzu. Syrien, Irak und weiterhin Kolumbien stehen an der Spitze jener Staaten, die von Binnenflucht und -vertreibung betroffen sind. 84 Prozent fanden nach Angaben des UNHCR in Entwicklungsländern Zuflucht. Die UNO-Flüchtlingshilfe unterstützt deshalb verstärkt die Nothilfe für südsudanesische Flüchtlinge und Vertriebene: In diesem Jahr floss bereits eine Million Euro in die UNHCR-Operationen in dieser Region. Laut dem Bericht ist diese Zahl wahrscheinlich zu niedrig, um die tatsächliche Situation widerzuspiegeln.

Laut "Global Trends" ist der Südsudan derzeit der größte Krisenherd von Flucht und Vertreibung.

Comments