Mindestens zwei Tote Touristenunterkunft in Mali angegriffen

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Bei einem Angriff von Islamisten auf eine von westlichen Ausländern besuchte Ferienunterkunft in Malis Hauptstadt Bamako sind am Sonntag zwei Menschen getötet worden. Ein Opfer habe die Staatsbürgerschaften Frankreichs und Gabuns, der andere Tote sei noch nicht identifiziert worden. 20 Geiseln seien aus der Hand der Angreifer befreit worden, sagte der malische Sicherheitsminister Salif Traore. Zur Gesamtzahl der Angreifer äußerte er sich nicht. Mindestens zwei Menschen wurden getötet. Laut Traoré wurden insgesamt 36 Gäste und Angestellte der Ferienanlage gerettet. Anrainer berichteten von Schüssen, eine Rauchsäule stieg über der Anlage auf. Augenzeugen berichteten, die Angreifer hätten "Allahu Akbar" geschrien. Eine Anti- Terror-Einheit habe die Anlage nur wenige Minuten später umzingelt. Einsatzkräfte riegelten den Bezirk des Ressorts ab. Außerdem seien ein Zivilist und ein Mitglied der Sicherheitskräfte verletzt worden. Erst vor neun Tagen hatte die US-Botschaft in Mali eine Warnung ausgesprochen. Man solle Orte mit schlechter Sicherheit meiden, etwa Hotels, Restaurants und Kirchen, hiess es. Demnach herrsche in der Hauptstadt Bamako eine "erhöhte Bedrohungslage" vor. Sie greifen dort immer wieder Uno-Friedenstruppen und malische Streitkräfte an. Malische und französische Soldaten sowie UN-Soldaten waren im Einsatz, um den Angriff der Dschihadisten zurückzuschlagen. In Mali sind etwa 800 Bundeswehr-Soldaten als Teil einer UN-Friedensmission stationiert.

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Im Januar stimmte der Bundestag der Ausweitung des Einsatzmandats auf bis zu tausend deutsche Soldaten zu.

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