Minivan fährt vor Moschee in Passanten

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In London ist ein Fahrzeug vor einer Moschee in eine Gruppe von Menschen gefahren.

"The Sun" berichtete, dass das Fahrzeug, das Passanten rammte, ein gemieteter weißer Lieferwagen sein soll.

Premierministerin May bezeichnete das Ereignis als "schrecklichen Vorfall". Nach Angaben des Nachrichtensenders Sky News ereignete sich der Vorfall in der Nähe einer Moschee und der U-Bahnstation Finsbury Park. Mindestens ein Mensch wurde getötet, mehrere wurden verletzt - Terrorexperten ermitteln. Ihre Gedanken seien bei den Verletzten, deren Angehörigen sowie den Rettungskräften vor Ort, ließ sie mitteilen. Wie die Polizei am Morgen weiter mitteilte, haben Anti-Terror-Spezialisten die Ermittlungen übernommen. Der Stadtteil Finsbury Park liegt nördlich des Zentrums von London. Bei dem "schweren Zwischenfall" soll ein Fahrzeug im Norden Londons Passanten gerammt haben.

Der erste Notruf ging bei der Polizei 20 Minuten nach Mitternacht ein.

Rettungskräfte sind am 19.06.2017 in London, Großbritannien, im Stadtteil Finsbury Park im Einsatz. Die Einsatzkräfte wurden daraufhin zum Ort des Geschehens in der Seven Sisters Road geschickt, mehrere Opfer würden dort versorgt. Die Polizei riegelte das Gebiet ab. Ein Augenzeuge sagte dem Nachrichtensender CNN, sein Eindruck sei, dass der Fahrer die Muslime gezielt ins Visier genommen habe. Von einem Terroranschlag spricht die Polizei aber derzeit nicht. "Es gibt viele Menschen, die weinen und viele Verletzte", sagte ein anderer Zeuge, David Robinson.

Der islamische Dachverband vermutet einen Angriff auf Muslime.

Junge Männer haben sich zu einem Gebet nahe der Moschee in Finsbury Park versammelt. Laut Augenzeugen ist der 48-jährige Fahrer absichtlich in die Leute gefahren. Der Fahrer habe versucht, zu entkommen.

Die Moschee Finsbury Park wurde nach den US-Anschlägen am 11. September 2001 mehrere Jahre lang mit extremistischer Ideologie in Verbindung gebracht, doch schließlich geschlossen und neu organisiert.

Eine Person war unmittelbar festgenommen worden, so die Polizei.

Nach Angaben der Behörden wurden acht weitere Menschen verletzt.

Grossbritannien wurde zuletzt von drei Anschlägen erschüttert. Am 22. März war ein Mann mit einem Auto auf der Westminster Bridge in eine Menschenmenge gefahren, bevor er einen vor dem Parlament stationierten Polizisten mit einem Messer tötete.

Zudem wurden bei einem Selbstmordanschlag auf ein Pop-Konzert in Manchester im Mai 22 Menschen getötet. Ihr Amoklauf wurde durch Polizisten beendet, die die Täter erschossen.

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