Puma unterliegt vor Gericht Konkurrent Adidas

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Zwar hat Puma in seinen Kollektionen keinen vergleichbaren "Stan Smith"-Schuh im Angebot, argumentierte allerdings, dass Adidas die einzigartige Sohle kopiert und somit den Schutz des Geschmacksmuster verletzt habe".

Konkret ging es um die Sohle des Modells "Stan Smith Boost", deren Design Puma für sich beansprucht. Diesmal geht es um einen Sportschuh.

Sportschuh vor Gericht: der "Stan Smith Boost" an diesem Montag im Gerichtssaal im Landgericht Braunschweig. Der "Stan Smith Boost" gehört zu einer Reihe von Retro-Modellen aus den 1970ern, die Adidas erfolgreich wiederbelebt hat.

Man habe auf die Form und das Aussehen der Sohle zwei Geschmacksmuster angemeldet, hieß es im Unterlassungsantrag von Puma. Ein Adidas-Sprecher wollte sich unter Hinweis auf das laufende Verfahren nicht äußern. Ob bereits am Montag eine Entscheidung ergeht, ist unklar.

Das Geschmacksmuster schützt das Design eines Produktes. Puma und Adidas sind seit ihrer Gründung durch die Brüder Adi und Rudolf Dassler rivalisierende Weltunternehmen auf dem Markt für Sportartikel. Sie beschäftigen derzeit etwa 125.000 Mitarbeiter an den Standorten Nürnberg, Fürth, Erlangen, Ansbach, Zirndorf, Heroldsberg, Herzogenaurach und Herrieden.

"Stan Smith" ist ein Bestseller, in den USA stieg er auf zum bestverkauften Schuhmodell - und verdrängte sogar Nikes Basketballschuh "Jordan XII" auf Platz zwei. Der Konzern nahm ihn allerdings für rund zwei Jahre vom Markt - um ihn wieder attraktiver zu machen.

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