Russland verschärft nach Flugzeugabschuss Konfrontation mit USA

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Am Rande der Altstadt von Rakka hatte sich zuvor der IS erbitterte Kämpfe mit den Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) geliefert und und setzte dabei laut SDF-Sprecher Dschihan Scheich Ahmad "massiv Minen, Heckenschützen und manchmal Autobomben" gegen die Rebellen ein.

Das russische Verteidigungsministerium warf den USA am Montag vor, Moskau nicht vorab über den Luftangriff informiert zu haben.

Moskau. Nach dem Abschuss eines syrischen Kampfjets durch ein US-Flugzeug geht Russland verstärkt auf Konfrontation. Der russische Vizeaußenminister Sergej Rjabkow verurteilte den Abschuss als "Akt der Aggression". Der Jet habe einen Kampfeinsatz gegen Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) geflogen. Moskau unterstützt in Syrien die Führung von Präsident Baschar al-Assad.

Das US-Militär hatte wiederholt regierungstreue Einheiten in Syrien wie vom Iran unterstützte Kämpfer angegriffen, die Streitkräfte der Anti-Daesh-Koalition und deren Partner bedroht hätten. Alle drei Vorfälle ereigneten sich nahe At Tanf, wo rund 150 US-Soldaten oppositionelle Kräfte im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ausbilden.

Manche Beobachter fürchten, dass die USA schleichend tiefer in den syrischen Bürgerkrieg hineingezogen werden und es zu einem direkten militärischen Konflikt mit den Truppen von Assad kommen könnte. Zu dem Zeitpunkt hätten sich im syrischen Luftraum Flugzeuge der russischen Luftstreitkräfte befunden. Trotz der russischen Ankündigung wurde jedoch weiter über die sogenannte Sicherheits-Hotline kommuniziert. Vielmehr habe der Kampfjet Stellungen des IS angegriffen. Außerdem kündigte er eine neue Runde von Friedensgesprächen am 10. Juli im kasachischen Astana an. Zuvor hatte Aussenminister Sergej Lawrow die USA aufgefordert, von einseitigen Aktionen abzusehen.

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