Trauer um Helmut Kohl: Erstmals europäischer Staatsakt geplant

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Der Abschied von Helmut Kohl soll ein besonderer werden.

Für Altkanzler Helmut Kohl wird es nach Informationen der "Bild"-Zeitung ausschließlich einen europäischen Staatsakt in Straßburg geben". Dieser solle in Straßburg stattfinden, berichtete die "Bild am Sonntag". "Mit Helmut Kohl verlieren wir einen großen Deutschen und großen Europäer", schrieb sie. Medienberichten zufolge ist auch eine öffentliche Totenmesse im Dom zu Speyer geplant. Womöglich erhält der ehemalige Bundeskanzler einen Staatsakt auf europäischer Ebene. Bis zum geplanten Staatsakt soll Kohl in seinem Haus in Ludwigshafen-Oggersheim aufgebahrt bleiben.

Der CDU-Politiker war am Freitagmorgen im Alter von 87 Jahren in seiner Heimatstadt Ludwigshafen gestorben.

Mit Kondolenzbüchern, Trauerbeflaggung und Gedenkwachen wird in ganz Deutschland an Kohl erinnert. Auch mehrere Nachrichtenportale richteten online Kondolenzbücher ein. Seit Sonntag liegt auch im Bundeskanzleramt ein Kondolenzbuch aus, ebenso wie in der Mainzer Staatskanzlei.

Der SPD-Vorsitzende und Kanzlerkandidat Martin Schulz würdigte Kohl als europäischen Visionär. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft wird am Montag mit Genehmigung der FIFA beim Auftaktspiel zum Confederations Cup gegen Australien mit Trauerflor spielen.

"Schon zu Lebzeiten wurde Helmut Kohl mit der Ehrenbürgerschaft Europas ausgezeichnet, um seine außerordentlichen Verdienste zu würdigen". Der CDU-Politiker hatte nach der friedlichen Revolution in der DDR 1989 mit den Staats- und Regierungschefs Russlands, der USA, Großbritanniens und Frankreichs die Bedingungen für die Deutsche Einheit ausgehandelt. Kohls Tod rief auch am Wochenende weiterhin große Anteilnahme hervor. Helmut Kohl hat entscheidend zu den glücklichsten Zeiten beigetragen, die wir Deutschen je hatten.

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