Trumps Anwalt will Ermittlungen gegen Comey

Einstellen Kommentar Drucken

Trump selbst sagte in einer Rede vor Anhängern, seine Bewegung befinde sich in einem Belagerungszustand.

Der frühere FBI-Chef James Comey hat US-Präsident Donald Trump offen vorgeworfen, ihn wegen der Russland-Ermittlungen der Bundespolizei gefeuert zu haben. "Das waren Lügen, schlicht und einfach", sagte er. Das habe Comeys Aussage belegt. Inzwischen ist der öffentliche Teil der Anhörung beendet. Er verzichtete allerdings darauf, Comey der Lüge zu bezichtigen.

Auch das Weiße Haus hatte auf die Anhörung umgehend reagiert. Das Präsidialamt erklärte dazu, Trump sei kein Lügner. Trump sagte dazu: "James Comey hat viel davon bestätigt, was ich gesagt habe, und er hat Dinge gesagt, die nicht wahr sind". Die gestrige Anhörung des Ex-FBI-Chefs kam im Rahmen einer Pressekonferenz auf, die Trump gemeinsam mit dem rumänischen Präsidenten Klaus Iohannis im Rosengarten des Weißen Hauses gab. Der Präsident ist bereit, seine Aussagen auch unter Eid wiederholen. "Ich hatte den Eindruck, es könnte sein, dass ich die Aufzeichnungen brauchen werde, nicht nur um mich selbst zu verteidigen, sondern auch das FBI", sagte Comey. Er habe diese Protokolle für notwendig gehalten, da er befürchtet habe, Trump könne über die Gesprächsinhalte "lügen". "Mein Eindruck war, er wollte etwas von mir dafür, dass ich meinen Job behalten kann", sagte Comey.

Die Russland-Affäre hängt wie "eine Wolke" über der Präsidentschaft von Trump, wie er es anscheinend selbst bezeichnet. Trump habe kein Verständnis für die Unabhängigkeit des FBI erkennen lassen.

Die Republikaner hinter Bannon und Trump feiern die Tatsache, dass Comey bei seiner Anhörung keinen eindeutigen Beweis für eine Strafvereitelung im Amt vorlegte, als großen Erfolg. Um in der Affäre über mutmaßlich illegale Absprachen zwischen Trump-Leuten und Kreml vor der Wahl 2016 die Einsetzung eines Sonder-Ermittlers zu befördern, hatte Comey nach seinem Rauswurf einen Freund mit Infos versorgt, die in der New York Times landeten.

Der US-Geheimdienstausschuss veröffentlichte am Mittwoch eine Erklärung des ehemaligen FBI-Direktors James Comey. Comey hatte Vorwürfe gegen Trump bekräftigt, dieser habe um eine Einstellung der Untersuchung gegen den damaligen Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn gebeten.

Donald Trump will die für ihn unvorteilhaften Aussagen des Ex-FBI-Chefs hinter sich lassen.

Gibt es Aufnahmen zur Unterredung mit Comey?

Die genauen Gründe sind bis heute nicht bekannt. In diesem Zusammenhang berichtete Comey nach seinen Angaben bereits am 6. Januar dem künftigen Präsidenten, dass gegen ihn persönlich nicht ermittelt werde. Dieser enthüllte fünf Gesprächsnotizen zwischen ihm und US-Präsident Donald Trump seit dessen Wahlsieg.

Gibt es Aufzeichnungen der Unterhaltungen zwischen Trump und Comey?

Comments