Überall Anschläge auf die Bahn: Steckt dahinter ein perfider Plan?

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Darin schreibt die sich selbst "Shutdown G20 - Hamburg vom Netz nehmen!" nennende Aktivisten-Gruppe unter anderem: "Heute Morgen haben wir die Kabelstränge entlang mehrerer Hauptstrecken der Bahn in Brand gesetzt".

Auch zwischen Bochum und Dortmund müssen Bahnpendler mit Zugverspätungen rechnen. Nach ersten Erkenntnissen der Beamten hatten Unbekannte in der Nacht die Kabel vermutlich mit Brandbeschleuniger angezündet.

Die Ermittler gehen davon aus, dass zwischen den Anschlägen ein Zusammenhang besteht.

Zudem sei mit einem Hubschrauber aus der Luft nach weiteren Brandorten gesucht worden.

Pendler und andere Zugreisende wurden am heutigen Montag auf eine harte Geduldsprobe gestellt: Brandanschläge auf Signalanlagen hatten in Deutschland am frühen Morgen den Zugverkehr auf mehreren Bahnstrecken erheblich beeinträchtigt und teilweise lahmgelegt.

In der Nacht zum Montag hätten im Hamburger Stadtteil Eidelstedt und im Bereich Höltigbaum Kabel neben den Gleisen gebrannt, sagte ein Polizeisprecher. Nach Angaben der Ermittler waren neben Leipzig auch Hamburg, Berlin und Dortmund betroffen. Hinweise auf den oder die Täter gab es noch nicht.

Im Großraum rund um Leipzig, Dresden und Chemnitz sowie in Halle (Saale) kam es zu erheblichen Verspätungen im Bahnverkehr. Betroffen waren mehrere Linien, wie die S-Bahn auf ihrer Internetseite mitteilte. Zwischen Dortmund und Bochum komme aus bei den Linien zu Verspätungen zwischen zehn und fünfzehn Minuten in beiden Richtungen. Wegen der defekten Signalanlagen seien Streckenteile nicht befahrbar. Weitere Einzelheiten waren zunächst unklar.

Jetzt müssen die Zugführer nach Ersatzsignalen bzw. auf Funk-Befehl fahren, sagt ein Sprecher der Bahn gegenüber DER WESTEN. Bei dem Feuer seien unter anderem Signalkabel beschädigt worden.

Eine Sprecherin der Deutschen Bahn sagte, der Zugverkehr auf der Strecke Hamburg-Lübeck sei zwischen Rahlstedt und Ahrensburg unterbrochen. In Niedersachsen, Berlin, Nordrhein-Westfalen und Sachsen brannten Kabelschächte. Sie sprach von Vandalismus. Am 7. und 8. Juli treffen sich beim G20 Staats- und Regierungschefs aus den führenden Industrie- und Schwellenländern sowie Vertreter der EU in Hamburg.

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