Verhofstadt: Rückweg in die EU für Großbritannien offen

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London/BrüsselEinen Tag vor Beginn der Austrittsgespräche mit der EU hat die britische Regierung ihr Festhalten am Brexit unterstrichen. Er reagierte damit auf Äußerungen von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Bundesaußenminister Sigmar Gabriel, Großbritannien könne doch weiter in der EU bleiben.

Der Brexit-Beauftragte des Europaparlaments, Guy Verhofstadt, machte Großbritannien ebenfalls das Angebot, in der EU zu bleiben. Die britische Regierung hat durchblicken lassen, dass sie den auf der Insel lebenden EU-Bürgern gewisse Garantien zu geben bereit ist. "Die Tür ist natürlich immer noch offen, solange es keine abgeschlossene Verhandlung über den Brexit gibt", sagte Macron. Bis Ende März 2019 soll geklärt sein, wie die Trennung Großbritanniens von der EU ablaufen soll. Premierministerin Theresa May will ihr Land aus dem Binnenmarkt und der europäischen Zollunion führen und stattdessen ein besonderes Freihandelsabkommen mit der EU. Deshalb will Premierministerin Theresa May das Land auch aus dem EU-Binnenmarkt und der Zollunion herausführen. Monatelang haben beide Seiten nur übereinander gesprochen. Großbritannien werde sich nicht von Europa abwenden. An diesem Montag beginnen die Gespräche in Brüssel. Sie verlor bei einer vorgezogenen Neuwahl am 8. Juni ihre konservative Mehrheit im Parlament und ringt noch um die Unterstützung der nordirischen Partei DUP, um überhaupt weiter regieren zu können. So kündigte die oppositionelle Labour-Partei an, für den Verbleib in der Zollunion zu werben.

Der britische Schatzkanzler Philip Hammond sagte, Großbritannien werde sowohl den Binnenmarkt als auch die Zollunion verlassen.

Die weitere Durchlässigkeit der Grenze zwischen dem EU-Mitglied Irland und dem britischen Nordirland.

All das müsse aber schrittweise entschieden werden, sagte der Schatzkanzler.

Mays Regierung geht geschwächt in die Verhandlungen.

Die Rechte der rund 3,2 Millionen EU-Bürger in Großbritannien und der rund eine Million Briten in den anderen 27 EU-Ländern. Es sei auch möglich, zunächst eine temporäre Lösung für einige Jahre zu finden und zu einem späteren Zeitpunkt eine neuen Status quo festzulegen.

Zwar sein keine Vereinbarung ein "sehr, sehr schlechtes Ergebnis", aber noch schlimmer wäre eine Vereinbarung, die die "Lebenssäfte aus unserer Wirtschaft" zöge, sagte Hammond. Die EU möchte, dass ihre in Großbritannien ansässigen Bürger dieselben Rechte behalten wie Einheimische und dass sie sie vor dem Europäischen Gerichtshof einklagen können.

Die EU-Seite hält ein Ausscheiden Großbritanniens ohne Vertrag für extrem schädlich.

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