Verspätungen wegen Kabelbrand nahe S-Bahnhof Treptower Park

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Betroffen sind die Linien S41, S42, S8, S85 und S9, wie die S-Bahn auf ihrer Internetseite sowie Twitter mitteilte. Die Behörden gehen offenbar von einem politischen Hintergrund der Taten aus, das Operative Abwehrzentrum (OAZ) der Sächsischen Polizei wurde mit den Ermittlungen betraut. Ermittler des LKA untersuchen, ob es sich um einen Brandanschlag oder einen technischen Defekt handelt.

Zur Brandursache konnte die Polizei am frühen Morgen noch nichts sagen.

Im Großraum Leipzig wurden nach Angaben der Bundespolizei seit 2.40 Uhr Feuer in Kabelschächten und an elektronischen Stellwerken der Bahn verübt. Die S8 verkehrt laut der S-Bahn Berlin zwischen Birkenwerder und Ostkreuz.

"Eine Aufsicht hatte am frühen Morgen starken Rauch neben den Gleisen bemerkt und die Rettungskräfte alarmiert", sagte ein Sprecher der Berliner Polizei.

S41 und S42 fahren derzeit durchgehend, aber nur im 10-Minuten-Takt. Der Rauch kam aus einem abgedeckten Kabelschacht, der zwischen den Bahnhöfen Treptower Park und Sonnenallee liegt. Nach ersten Erkenntnissen der Beamten hatten Unbekannte in der Nacht zum Montag die Kabel vermutlich mit Brandbeschleuniger angezündet.

Linksradikale haben sich zu einem Brandanschlag auf einen Kabelschacht am S-Bahnhof Treptower Park sowie weiteren Feuern an Bahnstrecken in ganz Deutschland bekannt.

Das Feuer in einem Kabelschacht hatte am Montagmorgen zu Unterbrechungen auf mehreren S-Bahnlinien geführt. Hinweise auf den oder die Täter gebe es allerdings bislang nicht. Nach Angaben der Polizei waren neben Berlin Leipzig, Hamburg und Dortmund betroffen.

Nach Angaben der Bahn müssen Reisende und Pendler auf vielen Strecken mit massiven Verspätungen von bis zu einer Stunde rechnen. Fernverkehrszüge würden umgeleitet. Auf den Regional- und S-Bahn-Strecken müsse mit deutlichen Verspätungen gerechnet werden. Eine Sprecherin der Deutschen Bahn sagte, der Zugverkehr auf der Strecke Hamburg-Lübeck sei zwischen Rahlstedt und Ahrensburg unterbrochen. Die Bahn bemüht sich nach eigenen Angaben um Ersatzverkehr durch Busse. "Das Landeskriminalamt prüft, ob der Brand vorsätzlich gelegt wurde". In der Nacht zum Montag hätten im Stadtteil Eidelstedt und im Bereich Höltigbaum Kabel neben den Gleisen gebrannt, erklärte ein Polizeisprecher am Montagmorgen. Wie lange die Beeinträchtigungen noch andauern werden, war zunächst unklar. Weitere Einzelheiten waren zunächst unklar. Sie sprach von Vandalismus. Am 7. und 8. Juli treffen sich beim G20 Staats- und Regierungschefs aus den führenden Industrie- und Schwellenländern sowie Vertreter der EU in Hamburg.

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