Waldbrand in Portugal tötet mindestens 39 Menschen

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Zudem wurde am Sonntag mit einem Moment des Schweigens vor der Confed-Cup-Partie Portugal gegen Mexiko der zahlreichen Todesopfer gedacht.

Nach Angaben des portugiesischen Innenministeriums waren 16 der später tot geborgenen Menschen mit ihren Fahrzeugen unterwegs, als sie von den Flammen eingeschlossen wurden.

Ein Polizist steht im Wald bei Pedrogao Grande neben einer zugedeckten Leiche.

Feuerwehrleute der Republikanischen Nationalgarde versuchen einen Waldbrand zu löschen.

Ausgebrannte Autos zwischen Casthanheira de Pera und Figueiro dos Vinhos.

Bisher forderte der verheerende Waldbrand mindestens 62 Todesopfer. Knapp 700 Feuerwehrmänner kämpften am Abend mit mehr als 215 Fahrzeugen und vier Löschflugzeugen gegen die Flammen. Die extreme Trockenheit und die starken Winde behinderten weiterhin die Löscharbeiten. Nach seinen Worten könnte die Zahl der Todesopfer sogar noch weiter steigen. 18 Verletzte werden in Krankenhäusern behandelt, wie der Staatssekretär im Innenministerium, Jorge Gomes, am Sonntag in Lissabon mitteilte. Ministerpräsident Costa, der die Entwicklung die gesamte Nacht von der Zentrale des Zivilschutzes in Carnaxide bei Lissabon aus verfolgte, sagte, er sei vom "Ausmaß der Tragödie schockiert".

Die EU sagte Portugal Hilfe zu. Frankreich habe sofort drei Maschinen zugesagt. Zusätzlich helfe Spanien ebenfalls mit Flugzeugen.

Das Feuer in der dünn besiedelten Region von Pedrógão Grande war am Samstagnachmittag gegen 15 Uhr MESZ aus noch unbekannter Ursache ausgebrochen. Das Feuer breitete sich dann vor allem am späten Samstagabend wegen starker Winde rasch aus. Dutzende Menschen sterben. Hat die Feuerwehr zu spät reagiert? Einige verbrannten in ihren Autos, ganze Dörfer waren von Feuer umgeben. Über die Größe der betroffenen Waldfläche wurden zunächst keine Angaben gemacht. Eine ältere Frau weinte und rief: "Das ist das Ende der Welt". Eine andere Frau sagte im TV-Sender RTP: "Wir haben alles verloren, unser Haus, unsere Tiere, alles". Ein Mann sagte: "In meinen 53 Jahren habe ich so etwas nicht gesehen".

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