Puma-Klage gegen Adidas gescheitert

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Puma und Adidas, beide im fränkischen Herzogenaurach ansässig, sind seit Jahrzehnten rivalisierende Weltunternehmen auf dem Markt für Sportartikel.

Laut Gericht befand die zuständige Kammer vor der Rücknahme des Antrags, dass das Schuhmodell "Stan Smith Boost" von Adidas die europäischen Geschmacksmuster von Puma anders als von dem Unternehmen behauptet nicht verletze.

Sportschuh vor Gericht: der "Stan Smith Boost" an diesem Montag im Gerichtssaal im Landgericht Braunschweig.

Adidas und Puma streiten. Das ist umso bemerkenswerter, denn einst wurden die Konzerne von Brüdern gegründet: Seit den 1920er Jahren hatten Rudolf und Adolf "Adi" Dassler im mittelfränkischen Herzogenaurach Schuhe gefertigt.

Es ging um Form und Aussehen der Sohle. Nach dem Zweiten Weltkrieg zerstritten sie sich und spalteten die Schuhfabrik. Das Gericht sah allerdings zu viele optische Unterschiede zwischen den geschützten Mustern und der Sohle des Adidas-Schuhs. Was aussieht wie zusammengeklebte Styropor-Kügelchen, gilt unter Branchenexperten als das Modell der Zukunft. Weil das bei den Kunden sehr gut ankommt, geht es um Milliardensummen auf dem Sportschuh-Markt.

Der Sportartikelhersteller Puma ist mit dem Versuch gescheitert, dem Konkurrenten Adidas den Verkauf eines Sportschuhs zu verbieten.

Geschmacksmuster sind das gewerbliche Schutzrecht für Design und schützen die Farb- und Formgebung von Produkten gegen Nachahmungen.

Der Schuh ist benannt nach dem ehemaligen amerikanischen Tennisspieler Stan Smith.

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