Tennis-Legende pleite? | Berichte: Gericht erklärt Becker für zahlungsunfähig

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Ein Gericht in London hat Becker am Mittwoch für pleite erklärt! Es war die letzte Eskalationsstufe in einem Prozess zwischen dem ehemaligen Wimbledon-Sieger und der Privatbank "Arbuthnot Latham & Co".

Doch Richterin Derrett glaubte den Becker-Vertretern nicht, erließ um 11.23 Uhr den Urteilsspruch und erklärte Becker damit für bankrott. In Deutschland ist so ein Vorgang nicht möglich: Hier muss man die Privatinsolvenz selbst beantragen.

Über die Hintergründe von Beckers Finanzmisere ist nichts bekannt. Er hatte versäumt, langjährige Schulden zu begleichen. Geschätzte sechs Millionen Euro hätte der Verkauf der Villa der Tennis-Legende eingebracht. Der Anwalt sagte, das Geschäft würde in rund einem Monat von einer spanischen Bank genehmigt werden.

Becker Anwalt hatte vor Gericht zugegeben, dass sein Mandat "nicht sehr clever" sei, sobald es um finanzielle Geschichten gehe. Die Bankrotterklärung könne sich nachteilig auf Beckers Image auswirken. Den Antrag der Anwälte auf einen 28-tägigen Aufschub lehnte Derrett ab. Derzeit arbeitet er als TV-Experte für Eurosport. Auch bei den Australian Open Anfang des Jahres hatte er die Spiele kommentiert.

Er ist einer der erfolgreichsten Tennisspieler aller Zeiten und hat durch seine unzähligen Siege und Werbeverträge Millionen verdient. In den drei Jahren der Zusammenarbeit war Djokovic zum Weltklassespieler gereift. Ende 2016 trennte sich der "Djoker" von Becker. Er lebte unter anderem in London, wo er sich 2009 ein Haus gekauft hatte.

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