Deutsche Nationalmannschaft beim Confed Cup

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"Da es bei der WM 2022 in Katar schon große Probleme mit der zeitlichen Einordnung gibt, kann man das schlechterdings zwei Jahre hintereinander machen". Beim ersten Training in dem WM-Spielort sind Selfies mit dem Bundestrainer besonders gefragt. Ergo, es wenden sich immer mehr Menschen von diesem Fußball ab. Beim Landeanflug schimmerte in das Wasser türkis-blau unter der Sondermaschine.

Joachim Löw zieht es vor, dass seine 21 Akteure zur Anstoßzeit trainieren können.

Wenn sich die ungewöhnliche deutsche Fußball-Nationalmannschaft am Dienstagmittag in der Frankfurter Innenstadt zur finalen Vorbereitungsphase auf den WM-Probelauf in vier russischen Städten trifft, setzt der Bundestrainer auf den Ehrgeiz der neuen Hauptdarsteller. Ergebnisse haben ausnahmsweise nicht Priorität. Im Gespräch mit Löw ging es auch bei ihm darum, ob nach einer intensiven Saison und kleinen Blessuren wie einer aktuellen Kapselreizung im Knie ein Verzicht auf den Confed Cup die bessere Lösung gewesen wäre. "Nächstes Jahr müssen wir top in Form sein und eine gute Performance abliefern", lautet Löws Turniermotto für den Sommer 2017. Die Strandpromenade im Ferienort am Schwarzen Meer lockte ebenso wie der Freizeitpark neben dem Olympiastadion. Das Aufgebot umfasst lediglich 21 Profis (18 Feldspieler und drei Torhüter) statt der erlaubten 23 Spieler. Besonders gefragt bei den Kids waren Selfies mit Bundestrainer Löw und Weltmeister Miroslav Klose. "Wir haben eine gute Harmonie und freuen uns, dass es endlich losgeht", sagte der Gladbacher Lars Stindl.

DFB-Präsident Reinhard Grindel hofft, dass Deutschlands Vorzeigeteam auch ohne die prominenten Weltmeister von Manuel Neuer bis Toni Kroos beim Confed Cup bis zum Finaltag um den Titelgewinn mitspielt. "Es ist ein sportlich wichtiges Turnier, in dem man sich messen kann", sagte Bierhoff mit dem Blick auf die drei Gruppenspiele gegen Australien, Chile und Kamerun.

Die Erwartungshaltung für den Auftakt am Montag (17.00 Uhr im LIVETICKER) in Sotschi gegen Asienmeister Australien sei "natürlich ein Sieg", sagte Bierhoff, "wir wissen aber auch, dass wir mit einer Mannschaft spielen, die so nicht allzu häufig gespielt hat". Das Team mag jung und unerfahren sein, aber es hat viel vor. "Wir wollen ihnen so viel wie möglich mitgeben, damit sie den Traum verwirklichen können", ergänzte sein Assistent Marcus Sorg. Er spüre, dass der Weltmeister ohne seine erste Besetzung nicht als großer Favorit angesehen wird.

Die Fußball-Nationalelf ist in Sotschi beim Confed Cup angekommen. Offiziell verkündet wurde es noch nicht, um das Turnier in Russland ein Jahr vor der WM 2018 nicht noch stärker zu entwerten, nachdem der Ticketverkauf schon ausgesprochen schlecht gelaufen ist.

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