Remis gegen Chile Stindl hält DFB-Team auf Halbfinalkurs

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"Die Mannschaft hat große Widerstandskraft bewiesen", lobte Löw nach dem Punktgewinn. Mit dem spielerisch dominanten 3:2 (2:1) gegen den schwächsten Gruppengegner Australien ebnete die Fußball-Nationalmannschaft am Montag in Sotschi trotz ärgerlicher Gegentore und einigen Wacklern den Weg in Richtung Halbfinale. Für das DFB-Team treffen Lars Stindl, Julian Draxler und Leon Goretzka. "Man muss der Mannschaft ein Kompliment machen".

Mit einem Blackout hatte der indisponierte Abwehrchef Shkodran Mustafi Alexis Sanchez in der 6. Minute das Führungstor ermöglicht. "Den zweiten Ball könnte er festhalten".

Der eingewechselte Leipziger Timo Werner verpasste mit einem Pfostenschuss die mögliche Vorentscheidung zum 4:2 (75.). Der frühere Kapitän Philipp Lahm twitterte vor der Partie: "Ich wünsche euch viel Erfolg für den Auftakt gegen Australien!". Die DFB-Auswahl trifft am Donnerstag auf Südamerika-Champion Chile, ehe es im letzten Spiel der Gruppe B am Sonntag gegen Afrika-Meister Kamerun geht. "Er hat vielleicht mal einen Fehler gemacht, aber das ist für mich kein Problem", sagte Löw. Vier Minuten später jedoch leitete ein Ballverlust von Kapitän Draxler im Mittelfeld einen schnellen Gegenangriff ein.

Die offensive Ausrichtung, die Löw gewählt hatte, zeigte gegen die Australier sofort Wirkung. Der erste gefährliche Angriff führte nach einer sehenswerten Kombination zum Führungstreffer. Julian Brandt hatte nach einem Steilpass des von Beginn an auffälligen Goretzka geschickt auf Stindl zurückgelegt, der mit 28 sein erstes Länderspieltor erzielte. "Das ist natürlich bitter, aber spätestens morgen werde ich wieder aufstehen und im Training wieder Gas geben", sagte er nach seinem schlechtesten von insgesamt fünf Länderspielen. Besonders beim 0:0 gegen Italien in Mailand im vergangenen November hatte er eine gute Leistung gezeigt und seinen Anspruch untermauert, erster Vertreter des weiter übermächtigen Neuer zu sein. Sandro Wagner, bemühte zweite Spitze neben Stindl, hätte beinahe das 2:0 geköpft (16.). Brandt scheiterte am starken australischen Schlussmann Mathew Ryan (27.). Mustafi blockte den Versuch von Rogic zunächst noch mit dem Rücken ab. Den wuchtig getretenen Ball ließ Leno ins Tor rutschen.

So war es der erwartete Härtetest gegen einen der Turnierfavoriten, den die deutsche Elf letztendlich bestand. Goretzka war zuvor von Massimo Luongo gefoult worden. Auf der Gegenseite entschärfte Goalie Leno Schüsse von Kruse (79.) und Juric (80.) – am Ende bliebt es beim glanzlosen 3:2-Auftaktsieg für Deutschland. Der Treffer wurde erst nach dem Videobeweis wegen des Verdachts auf ein Handspiel gegeben.

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